Eingedrungen und festgeklebt
: Klimaaktivisten legen Flugverkehr in Frankfurt lahm

Am frühen Morgen drangen Klimaaktivisten auf das Gelände des Frankfurter Flughafens ein. Das hatte Folgen für den Flugverkehr.
Von
Kerstin Auernhammer
Frankfurt/Main
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Flugverkehr in Frankfurt wegen Klimaaktivisten eingestellt: 25.07.2024, Hessen, Frankfurt/Main: Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen unweit des Rollfelds am Frankfurter Flughafen. Wegen einer Aktion von Klimaaktivisten ist der Flugverkehr vorläufig eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Mehrere Demonstranten waren am frühen Morgen auf das Gelände des Flughafens eingedrungen und hatten sich festgeklebt. Foto: Mike Seeboth/TNN/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei ist auf dem Frankfurter Flughafen im Einsatz. Wegen einer Aktion von Klimaaktivisten ist der Flugverkehr vorläufig eingestellt worden.

Mike Seeboth/TNN/dpa

Wegen einer Aktion von Klimaaktivisten ist der Flugverkehr am Frankfurter Flughafen vorläufig eingestellt worden. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Mehrere Demonstranten waren am frühen Donnerstagmorgen (25.07.2024) auf das Gelände des Flughafens eingedrungen und hatten sich festgeklebt. Kurz vor 8 Uhr meldete der Flughafen, dass wieder Starts und Landungen stattfänden, es könnten aber noch nicht alle Landebahnen wieder genutzt werden.

„Aufgrund eines laufenden polizeilichen Einsatzes am Flughafen finden derzeit keine Starts und Landungen statt“, teilte der Flughafen zuvor auf seiner Webseite mit. Fluggäste werden gebeten, den Fraport vorerst nicht aufzusuchen und den Status ihrer Flüge vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prüfen.

Erst tags zuvor eine Aktion in Köln/Bonn

Man habe sich mit sechs Demonstranten Zugang zu den Start- und Landebahnen verschafft, teilte die Gruppe Letzte Generation auf X mit. „Die weitere Förderung und Verbrennung von Öl, Gas und Kohle ist eine Bedrohung unserer Existenz“, hieß es von den Aktivisten in einem Posting auf X. „Wir haben uns international zusammengeschlossen: Raus aus den Fossilen bis 2030!“ Ein Polizeisprecher machte zur Anzahl der Aktivisten zunächst keine Angaben.

Klimaaktivisten hatten bereits am Mittwoch etwa drei Stunden lang den Flugverkehr auf dem Flughafen Köln/Bonn lahmgelegt. Es sei Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr und Hausfriedensbruchs aufgenommen worden, hatte eine Polizeisprecherin gesagt.

Aktion am Ulmer Münster sorgte für Aufsehen

Auch in der Ulmer Region hatten Klimaaktivisten zuletzt für Aufregung gesorgt. Sie kletterten ohne Erlaubnis auf den Turm des Münsters und entrollten ein Banner. Die Aktion hatte viel Kritik geerntet. Es war der zweite Anlauf. Einige Tage vorher hatte die Polizei Wind von der Kletteraktion bekommen und sie verhindert. Eine weitere für Schwörmontag angekündigte Aktion der Klimaaktivisten während des Nabada fand nicht statt.

Mit Material von dpa.