Aktuelle Umfrage: So würden die Deutschen nach dem Ampel-Aus wählen

Wie stark profitieren die Oppositions-Parteien vom Ampel-Aus und wie schneiden SPD, Grüne und FDP derzeit in Umfragen ab?
Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa- CDU/CSU ist laut Umfragen mit 32,5% stärkste Kraft, AfD legt auf 19,5% zu.
- SPD bleibt stabil bei 15,5%, Grüne steigen auf 11,5%.
- FDP bei 5%, Linke scheidet mit 3,5% aus.
- Bundeskanzler Scholz stellt Vertrauen zur Neuwahl, Union fordert früheren Termin.
- 70% der Bürger wollen Union in der Regierung, Große Koalition bei SPD- und Unions-Wählern beliebt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vor einer Neuwahl zum Deutschen Bundestag zeichnet sich laut einer Umfrage unter den Bürgern noch keine klare Mehrheit für eine neue Regierungskoalition ab. Nur ein Drittel der Befragten wünscht sich eine Neuauflage der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, ergab eine Forsa-Umfrage am Ende der vergangenen Woche im Auftrag des Magazins „Stern“. Alle anderen genannten Bündnisvarianten sind noch unbeliebter.
Klar ist demnach: Eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent möchte, dass die Union an der neuen Regierung beteiligt ist.
Auffällig seien vor allem die Unterschiede nach Parteianhängern, heißt es: Unter Wählern von Union und SPD findet eine neuerliche große Koalition von allen Bündnisvarianten jeweils die größte Zustimmung, unter den SPD-Anhängern befürwortet sie sogar eine Mehrheit. Die größte Gruppe der Grünen-Anhänger (48 Prozent) wünscht sich ein schwarz-grünes Bündnis.
71 Prozent der FDP-Wähler wollen der Umfrage zufolge, dass ihre Partei mit der Union die neue Regierung stellt. Anhänger von AfD und BSW befürworten mehrheitlich andere Regierungsbündnisse nach der Wahl.
Union in aktuellen Umfragen weiter deutlich vorn, Grüne legen zu
CDU/CSU bleiben derzeit den Umfragen zufolge stärkste Kraft. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Insa käme die Union, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, auf 32,5 Prozent. Sie gewinnt 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche dazu. Die AfD profitiert wohl am stärksten vom Ampel-Aus und liegt mit einem Plus von 1,5 Prozentpunkten bei 19,5 Prozent.
Die SPD bleibt derweil mit 15,5 Prozent auf konstantem Niveau. Die Grünen hingegen gewinnen um 1 Prozentpunkt und liegen bei 11,5 Prozent. Das BSW würde mit 7 Prozent auf Anhieb den Sprung in den Bundestag schaffen. Die FDP wiederum muss darum kämpfen. Die Lindner-Partei liegt derzeit bei 5 Prozent. Die Linken scheiden mit 3,5 Prozent der aktuellen Umfrage zufolge aus dem Bundestag aus.
Neuwahlen nach Ampel-Aus
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte in der vergangenen Woche Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) entlassen, nachdem der Haushalts- und Richtungsstreit in der Ampel-Koalition eskaliert war. Außer Bundesverkehrsminister Volker Wissing, der aus der FDP austrat und im Amt blieb, verließen auch die anderen FDP-Minister die Regierung.
Der Bundeskanzler hatte zunächst angekündigt, am 15. Januar die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen, um den Weg für Neuwahlen freizumachen. Der Urnengang hätte dann im März stattgefunden. Scholz zeigte sich am Sonntagabend offen für einen früheren Termin. Dies fordert auch die Union. Bundeswahlleiterin Brand hatte aber vor „unabwägbaren Risiken“ einer frühen Neuwahl gewarnt.