„Kostenloses Ticket nach Zuhause“: Thüringer AfD-Vize hält an Plänen zur „Remigration“ fest

Rene Aust (AfD), Spitzenkandidat der Thüringer AfD zur Europawahl, spricht beim Politischen Aschermittwoch des AfD-Landesverbands Thüringen.
Bodo Schackow/dpaAllen Protesten zum Trotz bleibt die Thüringer AfD bei ihrem Plan der „Remigration“ Geflüchteter in Deutschland. „Wir werden uns [...] davon nicht abbringen lassen - egal, was in diesem Land darüber geschrieben und gesendet wird“, sagte der Thüringer AfD-Vize-Landesparteichef René Aust beim politischen Aschermittwoch seiner Partei in Pfiffelbach (Kreis Weimarer Land) vor rund 150 Besuchern. Unterstützung erhielt er vom AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah, der sich am Mittwoch bei einem Auftritt für solche Maßnahmen starkgemacht hatte.
Über den Begriff „Remigration“ gibt es seit Wochen eine Debatte. Auslöser waren Enthüllungen über ein Treffen radikaler Rechter in Potsdam, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen hatten.
Thüringer AfD-Vize: „Remigration unser Ziel“
Aust bezeichnete in Pfiffelbach „Remigration“ als „unser Ziel“. „Das bedeutet das Schließen der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl, das bedeutet (...) die Abschaffung von Bargeld für Flüchtlinge und die Einschränkung von Familiennachzug.“ Und Aust ergänzte: „Das Einzige, was es von uns gibt, ist das kostenlose Ticket nach Zuhause.“ Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.

