Bei der Verkehrsministerkonferenz in Bremerhaven am Mittwoch, 12. Oktober, soll ein Nachfolge-Angebot für das 9-Euro-Ticket vorgestellt werden. Wie die Rheinische Post in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, soll es sich dabei um das 49-Euro-Ticket als Jahresabo handeln. Die Rheinische Post beruft sich auf ein der Redaktion vorliegendes Papier. Demnach soll das Nachfolgerticket bundesweit im öffentlichen Personennahverkehr gültig sein. Das sogenannte ‚Klimaticket Deutschland‘ soll digital und analog angeboten werden, ist personalisiert und kann nicht übertragen werden.

49-Euro-Ticket in Berlin: „Für viele zu teuer“

Die Berliner Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat den Vorschlag der Verkehrsministerkonferenz für ein bundesweites 49-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr begrüßt. „Allerdings in einer Großstadt wie Berlin gibt es viele Menschen, für die 49 Euro schon mehr sind, als sie sich leisten können“, sagte sie am Mittwoch im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg.
Wenn es ein bundesweites 49-Euro-Ticket geben werde, werde Berlin darüber hinaus Angebote für Menschen mit geringem Einkommen sowie Schülerinnen und Schülern machen, sagte Jarasch vor dem Treffen der Verkehrsminister von Bund und Ländern über eine Nachfolge für das 9-Euro-Ticket. „Bezahlbare Mobilität macht einen Riesenunterschied, mehr als nur der gute Ausbau und an sich das Netz, wie wir das vorher immer geglaubt hatten.“ In Sachen Mobilitätswende könne ein 49-Euro-Ticket „der entscheidende Faktor sein.“

9-Euro-Ticket wurde millionenfach verkauft

Das millionenfach gekaufte 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für je einen Monat bundesweit Fahrten in Bus und Bahn ermöglicht. Die Ampel-Koalition im Bund hatte sich bereit erklärt, den Ländern für ein bundesweites Nahverkehrsticket jährlich 1,5 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen, wenn die Länder mindestens den gleichen Betrag zur Verfügung stellen.