Zuschuss zum Führerschein
: So gibt es Geld vom Staat für die Fahrerlaubnis

Im Wahlkampf zur Bundestagswahl werden auch Zuschüsse zum Führerscheinerwerb in Aussicht gestellt. Welche Staatshilfen für die Fahrerlaubnis gibt es bereits heute?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Eine Frau nimmt einen Führerschein aus ihrem Geldbeutel. (zu dpa: «Ohne Führerschein am Steuer: Beamter der Stadt Klötze verliert Job») +++ dpa-Bildfunk +++

Welche Zuschüsse gibt es für den Erwerb des Führerscheins? Hier gibt es alle Infos.

Marijan Murat/dpa
  • Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2025 wird ein Zuschuss für den Führerschein diskutiert.
  • Robert Habeck (Grüne) schlägt 1000 Euro Staatshilfe für Azubis vor, Unternehmen sollen 500 Euro beisteuern.
  • SPD plant 500 Euro Zuschuss für alle 17-Jährigen.
  • Jobcenter können bereits jetzt im Einzelfall finanzielle Unterstützung beim Führerscheinerwerb gewähren.
  • Wichtig für Azubis im ländlichen Raum, wo ÖPNV oft unzureichend ist.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Den Pkw-Führerschein zu erwerben, kann eine kostspielige Sache werden. Für die Fahrstunden und die Prüfungen können schnell 3000 bis 4000 Euro zusammenkommen. Viel Geld etwa für Azubis und junge Arbeitnehmer, die den Pkw-Führerschein im Job benötigen. In letzter Zeit wurden Forderungen nach einem staatlichen Zuschuss für den Führerschein-Erwerb laut. Unter gewissen Umständen gibt es den schon jetzt.

Zuschuss zum Führerschein: Wer bekommt Geld vom Staat?

Der Wahlkampf zur Ende Februar 2025 anstehenden Bundestagswahl macht auch um das Thema Führerschein nicht Halt. Zuletzt hatte der Grünen Kanzlerkandidat Robert Habeck eine Staatshilfe für den Führerschein ins Gespräch gebracht. Habeck sprach sich dafür aus, dass der Staat Auszubildende beim Führerschein bezuschusse - „mit sagen wir 1000 Euro, wenn das ausbildende Unternehmen noch mal 500 Euro drauflegt“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Auch die SPD hat das Thema Führerschein in ihrem Wahlprogramm. Nach ihren Plänen soll es einen staatlichen Zuschuss von 500 Euro für alle jungen Leute im 17. Lebensjahr geben.

Schon vorher Handwerkspräsident Jörg Dittrich Ende November für Azubis im ländlichen Raum einen Zuschuss zur Fahrerlaubnis statt eines Deutschlandtickets gefordert. „Leuten auf dem Land zu sagen: Kauft Euch ein Deutschlandticket, das verfängt dort nicht“, sagte Dittrich. Denn dort fahre oft kein Bus mehr, wenn er gebraucht werde, etwa ganz früh am Morgen, „wenn man zur Baustelle oder zum Ausbildungsplatz kommen will“.

Staatshilfe für die Fahrerlaubnis: Das gibt es bereits heute

Ob all die genannten Forderungen Wirklichkeit werden, hängt vom Wahlausgang im Februar ab. Doch auch heute gibt es schon staatliche Unterstützung. Etwa, wenn jemand ohne Fahrerlaubnis Aussicht auf einen Job hat, bei dem ein Führerschein Einstellungsvoraussetzung ist. So schriebt etwa das Jobcenter Düsseldorf: "Wir als Jobcenter können Sie im Einzelfall finanziell bei dem Erwerb eines Führerscheins unterstützen." Wenn eine Arbeitsstelle angeboten wird, für die ein Führerschein zwingend notwendig ist, müsse der künftige Arbeitgeber eine Einstellungszusage aussprechen. Sollte eine Förderung möglich sein, müssen mindestens zwei Kostenvoranschläge unterschiedlicher Fahrschulen vorgelegt werden. Ob eine Förderung aus dem Vermittlungsbudget möglich ist, entscheidet dann laut Jobcenter der Arbeitsvermittler.