Wirbelsturm in den USA
: Extrem gefährlicher Hurrikan „Helene“ trifft auf Florida

Am Freitagmorgen (MESZ) ist der Hurrikan „Helene“ auf den Bundesstaat Florida, USA, getroffen. Zuvor hatte der Wirbelsturm bereits auf Kuba gewütet.
Von
afp, dpa
Tallahassee
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Floridians Prepare As Tropical Storm Helene Heads Toward State's Gulf Coast: ST. PETERSBURG, FLORIDA - SEPTEMBER 26: People are splashed by churning surf from Tampa Bay as Hurricane Helene passes offshore on September 26, 2024, in St. Petersburg, Florida. Helene is forecast to become a major hurricane, bringing the potential for deadly storm surges, flooding rain, and destructive hurricane-force winds along parts of the Florida West Coast.   Joe Raedle/Getty Images/AFP (Photo by JOE RAEDLE / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)

In Florida (Foto) traf das Auge des Hurrikans „Helene“ gerade erst auf Land, auf Kuba hatte er bereits für heftige Überschwemmungen gesorgt.

JOE RAEDLE/AFP

Der als „extrem gefährlich“ bezeichnete Hurrikan „Helene“ ist im US-Bundesstaat Florida auf Land getroffen. Radardaten des Nationalen Wetterdienstes (NWS) zufolge traf das Auge des Wirbelsturms am Donnerstag gegen 23.10 Uhr (Freitag, 27. September um 05.10 Uhr MESZ) östlich der Mündung des Flusses Aucilla auf Land, erklärte das Nationale Hurrikanzentrum (NHC). „Helene“ war wenige Stunden zuvor zu einem Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier hochgestuft worden.

Die US-Katastrophenschutzbehörde Fema hatte eindringlich vor dem Sturm gewarnt, der mehrere Bundesstaaten treffen werde. An der Küste des Golfs von Mexiko seien bis zu sechs Meter hohe Sturmfluten zu erwarten, sagte Fema-Chefin Deanne Criswell. Besonders betroffen sei die gesamte Westküste Floridas sowie die Region Big Bend.

Mehr als eine Million Menschen ohne Strom

Nach Angaben der Website poweroutage.us waren am Donnerstagabend mehr als eine Million Menschen ohne Strom, zahlreiche Straßen waren überschwemmt. „Helene“ war zuvor mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde über den Golf von Mexiko gezogen.

Die Flughäfen in den Städten Tampa und Tallahassee in Florida stellten ihren Flugverkehr ein. US-Präsident Joe Biden appellierte an die Menschen in den betroffenen Gebieten, den Evakuierungsanweisungen der Behörden vor Ort zu folgen. „Nehmen Sie das ernst und passen Sie auf sich auf.“

Hurrikan-Spezialist: „extremer“ Wirbelsturm

Sollten die Vorhersagen sich bestätigen, dürfte „Helene“ der stärkste und zugleich größte Hurrikan in der Region seit mehr als einem Jahr werden. Hurrikan-Spezialist Michael Lowry sprach von einem „extremen“ Wirbelsturm mit einer Ausdehnung von fast 800 Kilometern.

In den vergangenen Tagen hatte „Helene“ bereits auf Kuba zahlreiche Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Heftige Überflutungen schnitten mehrere Ortschaften auf der Karibikinsel von der Außenwelt ab.

Erinnerungen an zerstörerischen Hurrikan „Ian“

Die Ankunft „Helenes“ dürfte bei vielen Menschen in Florida düstere Erinnerungen wecken. Vor zwei Jahren richtete Hurrikan „Ian“ dort gewaltige Schäden an, mehr als 100 Menschen kamen ums Leben. Damals zog das Zentrum des Sturms über dicht besiedeltes Gebiet im Südwesten des Bundesstaats und fegte mit Windgeschwindigkeiten von rund 240 Kilometern pro Stunde über Küstenstädte hinweg.

Was ist ein Hurrikan und wann tritt er auf?

Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Ozeanwasser. Die zunehmende Erderwärmung erhöht laut Experten die Wahrscheinlichkeit starker Stürme. Die Hurrikansaison beginnt im Atlantik am 1. Juni und dauert bis zum 30. November.