Wetter-Rekorde: Der heißeste Tag, der meiste Regen - Klimarekorde in Deutschland

19.07.2022, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Ein Außenthermometer in einem Kleingarten zeigt die Temperatur von knapp 40 Grad an. Die Welt muss sich nach einer Prognose der Weltwetterorganisation (WMO) wegen des nahenden Klimaphänomens El Niño bereits in diesem Jahr auf eine weitere Temperatursteigerung einstellen.
Jens Büttner/dpaWird die Liste der Minimaltemperaturen noch mit Werten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angeführt, so brechen Höchsttemperaturen aus dem 21. Jahrhundert immer wieder die Rekorde für die Höchsttemperaturen. Das Klima ändert sich und damit auch die Wetterrekorde. Von Temperaturrekorden über den meisten Regen bis hin zur höchsten Windgeschwindigkeit: Die Wetterrekorde Deutschlands im Überblick.
Was war die höchste Temperatur in Deutschland?
Laut dem Deutschen Wetterdienst wurden am 25.07.2019 in Duisburg-Baerl und Tönisvorst die höchsten Temperaturen mit 41,2°C gemessen. Die niedrigste Temperatur von -37,8°C wurde am 12.02.1929 in Hüll, einem Ortsteil von Wolnzach im Kreis Pfaffenhofen/Ilm in Oberbayern, aufgezeichnet.
Der meiste Sonnenschein in Deutschland
Wer es sonnig mag, wäre 1959 auf dem Klippeneck, dem südlichen Rand der Schwäbischen Alb (973 m) richtig aufgehoben gewesen. Dort gab es mit 2329 Stunden die meisten Sonnenstunden in einem Jahr. Monatlich gesehen empfiehlt sich für eine Zeitreise Kap Arkona auf Rügen. Dort wurde im Juli 1994 die höchste monatliche Sonnenscheindauer mit 403 Stunden gemessen. Für sonnenempfindliche Menschen hoch im Kurs: Auf dem großen Inselsberg im Thüringer Wald (914m) hingegen schien im Dezember 1965 gar keine Sonne.
Der stärkste Regen Deutschlands
Regenfreunde kämen am 12.08.2002 in Zinnwald (Osterzgebirge) auf Ihre Kosten. Dort wurde die höchste 24-stündige Niederschlagshöhe von 312,0 mm gemessen. Die höchste Niederschlagsintensität von 126,0 mm wurde am 25.05.1920 bei Füssen (Allgäu) innerhalb von 8 Minuten verzeichnet. Ebenfalls interessant: Balderschwang im Allgäu (1050 m. ü. NN) erlebte im Jahr 1970 die größte jährliche Niederschlagshöhe von 3503,1 mm. Für Personen, die sich bei London-Reisen vor allem über den Regen beschweren, mag Straußfurt in Thüringen im Jahr 1911 wie ein Schlaraffenland erklingen. Dort wurde die geringste jährliche Niederschlagshöhe von 242 mm gemessen.
Was war die höchste Windgeschwindigkeit in Deutschland?
Von Wind kann an dieser Stelle keine Rede mehr sein. Mit 184 km/h in List auf Sylt wurde am 3.12.1999 die maximale Windgeschwindigkeit einer Böe im Tiefland gemessen. Der absolute Rekord wurde jedoch auf der Zugspitze registriert. Dort wurde Am 12.06. das absolute Maximum der Windgeschwindigkeit einer Böe im Bergland mit 335 km/h aufgezeichnet.
Wann gab es den meisten Schnee in Deutschland?
Ein Rekord-Schneefall von 150 cm wurde am 24.03.2004 innerhalb von 24 Stunden auf der Zugspitze verzeichnet. Das Zugspitzplatt (Schneefernerhaus, 2650 m. ü. NN) wies am 02.04.1944 mit 830 cm ebenfalls die höchste gemessene Schneedecke auf.
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