Klimarekorde weltweit: Das waren die extremsten Wetterereignisse

Während in manchen Teilen der Erde verstärkt Dürren auftreten, kommt es in anderen Orten zu sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der anthropogene Klimawandel zu einer Zunahme von diesen extremen Wetterereignissen führt.
Emilio Morenatti/dpaOb es nun um die höchsten Temperaturen, die niedrigsten Temperaturen, den stärksten Regenfall, die stärksten Stürme oder die größten Schneemengen geht — Hier sind die extremsten Klimarekorde der Welt seit der Wetteraufzeichnung zusammengefasst:
Die höchsten Temperaturen
Weltweit sind Temperaturen von über 50 Grad Celsius zwar keine Seltenheit, aber in Furnace Creek Ranch, Kalifornien, wurde laut Spektrum am 10. Juli 1913 mit 56,7 Grad Celsius die höchste jemals gemessene Temperatur auf der Erde registriert. Auch in anderen Teilen der Welt sind solche Temperaturen nicht unbekannt: In Mitribah, Kuwait, wurde am 21. Juli 2016 eine Temperatur von 54 Grad Celsius gemessen, während im Death Valley National Park, Kalifornien, im Jahr 2017 eine Temperatur von 53,9 Grad Celsius erreicht wurde.
Die niedrigsten Temperaturen
Schüttet man kochend heißes Wasser bei diesen Temperaturen in die Luft, gefriert dieses binnen Millisekunden zu einer riesigen Schneewolke: Der Kälterekord liegt laut Wetterdienst.de weltweit bei -89,2 Grad Celsius und wurde 1983 in der Antarktis gemessen. Aber auch außerhalb der Antarktis gibt es Orte, die mit extrem niedrigen Temperaturen zu kämpfen haben. In Ojmjakon, Russland, sank die Temperatur im Jahr 1924 auf —71,2 Grad Celsius. Auch in Nordamerika wurden schon Temperaturen von unter —60 Grad Celsius gemessen, z.B. in Snag, Yukon, Kanada.
Die größten Schneemengen
In Deutschland würde man sich freuen, wenn es zu Weihnachten mal wieder schneien würde. Bei Weihnachtsfeiern an anderen Orten der Welt, wäre wohl eher das Gegenteil der Fall. In den Vereinigten Staaten fielen laut The Weather Channel im Jahr 2017 in der Stadt Erie, Pennsylvania, innerhalb von nur 2 Tagen 165 cm Schnee — ein Rekord für die USA. Allein am 25. Dezember 2017 sollen es 86cm Neuschnee gewesen sein.
Der stärkste und größte Hagel
Der stärkste und größte Hagel weltweit wurde laut Spektrum am 14. April 1986 in der Nähe von Gopalganj, Bangladesh registriert. Der Hagel hatte einen Durchmesser von etwa 23 cm und soll rund 1 Kilogramm gewogen haben.
Die stärksten Stürme
Am 12. April 1934 erreichte ein Sturm auf dem Mount Washington laut Planet Wissen eine unglaubliche Windgeschwindigkeit von 372 Stundenkilometern, während eine Windböe sogar 416 Stundenkilometer erreichte. Das ist schneller als die meisten Formel 1 Rennwagen fahren. Die Zugspitze wurde am 12. Juni 1985 von einer Windböe mit einer Geschwindigkeit von 335 Stundenkilometern getroffen. Starke Stürme können dabei sehr zerstörerisch sein und große Schäden verursachen. Der stärkste jemals gemessene Sturm war der Taifun Tip, der 1979 im Pazifik auftrat und eine Geschwindigkeit von 305 km/h erreichte. Im Jahr 2013 traf der Taifun Haiyan die Philippinen mit einer Windgeschwindigkeit von 315 km/h und Windböen bis zu 380 km/h.
Der stärkste Regenfall
Die höchste 24stündige Niederschlagsmenge wurde laut Wetterdienst.de am 15. und 16. März 1952 in Cilaos mit 1870 mm gemessen. Auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean fielen in einem Zeitraum von 72 Stunden zwischen dem 19. und 22. Februar 2007 am Cratere Commerson noch höhere Regenmengen, mit einem beeindruckenden Wert von 3929 mm. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Jahresniederschlag in Hamburg liegt bei etwa 770 Millimeter. Mit einer jährlichen Niederschlagsemenge von 26461 mm von 1860 bis 1861 hält Cherrapunji in Indien den Rekord für die höchste Niederschlagsmenge in einem Jahr.
Was bedeuten diese Wetterrekorde?
Wetterrekorde können faszinierend sein, aber sie können auch auf ein größeres Problem hinweisen — den Klimawandel. In den letzten Jahren mehren sich die Berichte von neuen Rekorden und extremeren Wetterereignissen. Mancherorts kommt es zu einer Temperaturzunahme, in anderen Teilen der Welt zu Minus–Rekorden. Und während in manchen Teilen der Erde verstärkt Dürren auftreten, kommt es in anderen Orten zu sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der anthropogene Klimawandel zu einer Zunahme von diesen extremen Wetterereignissen führt. Sie warnen davor, dass wir, wenn wir den Klimawandel nicht stoppen oder verlangsamen können, in Zukunft noch mehr extreme Wetterereignisse erleben.
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