Nächste Farbattacke auf Berliner Wahrzeichen
: Letzte Generation besprüht Weltzeituhr

Nach dem Brandenburger Tor haben Aktivisten der Letzten Generation das nächste Wahrzeichen der Hauptstadt beschädigt: die bekannte Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin.
Von
Philipp Staedele
Berlin
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17.10.2023, Berlin: Aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben die Weltzeituhr am Alexanderplatz Orange eingefärbt.

Paul Zinken/dpa

Die bekannte Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz ist von der Klimaschutzgruppe Letzte Generation mit oranger Farbe besprüht worden. Mehrere Mitglieder der Gruppe versprühten die Farbe am Dienstagmorgen gegen 9.00 Uhr aus Feuerlöschern, wie ein dpa–Fotograf berichtete. Auch die Säule, auf der die Uhr steht, und der Boden unter der Uhr, bekamen viel Farbe ab.

Letzte Generation: „Uns läuft die Zeit davon.“

Zudem kletterten zwei Demonstranten über eine lange Leiter auf die Uhr und postierten sich dort mit einem Transparent, auf dem stand: „Uns läuft die Zeit davon.“ Dazu teilte die Gruppe mit: „Die Bundesregierung verschwendet kostbare Zeit mit fadenscheinigen Klimaschutzmaßnahmen und verlogenen Lippenbekenntnissen.“ Die Polizei war im Einsatz und stellte Personalien von neun Demonstranten fest, wie ein Sprecher sagte.

Weltzeituhr steht unter Denkmalschutz

Die unter Denkmalschutz stehende Weltzeituhr, ein Werk des DDR–Formgestalters Erich John, steht nahe dem Bahnhof Alexanderplatz und ist ein beliebter Treffpunkt bei Verabredungen auf dem Alexanderplatz.

Unionsfraktionschef Friedrich Merz forderte schnelle Sanktionen. Man könne diese Leute verurteilen — auch zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung, was ihm gegenüber einigen dieser „Klima–Kriminellen“ nun wirklich angezeigt erscheine, sagte der CDU–Chef in Berlin.

Brandenburger Tor: Reinigungskosten von mehr als 100.000 Euro

Mitte September hatte die Gruppe bereits das Brandenburger Tor mit Farbe besprüht. Die Polizei nahm damals 14 Klimaaktivisten fest. Die aufwendige und komplizierte Reinigung des Denkmals aus Sandstein soll nach Angaben des Senats mehr als 100 000 Euro kosten. Berlin will sich das Geld von der Gruppe zurückholen.

(mit Material von dpa)