Wandern in Baden-Württemberg
: Die fünf schönsten Touren für einen Tagesausflug

Auf diesen Wanderwegen lässt sich die Natur genießen. Besonders praktisch: Sie sind alle mit Bus und Bahn zu erreichen.
Von
Franziska Ruf
Ulm
Jetzt in der App anhören
  • Auf den Wanderwegen bieten sich großartige Ausblicke wie hier auf dem Hochbergsteig an der Michelskäppele.

    Auf den Wanderwegen bieten sich großartige Ausblicke wie hier auf dem Hochbergsteig an der Michelskäppele.

    archiv
  • Wanderschuhe rausgeholt und los geht's. Hier gibt es Tipps für fünf schöne Tagestouren in Baden-Württemberg.

    Wanderschuhe rausgeholt und los geht's. Hier gibt es Tipps für fünf schöne Tagestouren in Baden-Württemberg.

    Axel Heimken/dpa
1 / 2

Es wird warm, die Landschaft ergrünt und die Tage werden wieder länger: Damit ist bei Vielen die Wanderlust geweckt. In Baden-Württemberg gibt es herrliche Wanderwege, die einen Tagesausflug wert sind. Wer gerne die Natur genießt, hat auch etwas davon, sie zu schützen. Darum sind folgende Wanderungen bequem mit dem Bus oder der Bahn zu erreichen.

Blaubeurer Felsenstieg

Ein Höhepunkt der Tour ist der Blautopf in Blaubeuren.

Joachim Striebel

Wie kommt man hin:

Direkt im Ort gibt es einen Bahnhof. Dort kann es losgehen mit der knapp elf Kilometer langen Tour durch den Blaubeurer Talkessel.

Wo geht es lang:

Erste Station der knapp elf Kilometer langen Tour ist die küssende Sau. Die Felsformation heißt so, weil Beobachter mit etwas Fantasie ebendieses Tier in dem Gestein erkennen. Weiter geht es zur Ruine Günzelburg. Von dieser ist zwar nicht mehr so viel zu sehen, dafür lohnt sich der Ausblick auf das Achtal.

Auf etwa der Hälfte der Wanderung liegt das nächste Highlight: Der berühmte Blautopf. Der tiefblaue See ist eine 22 Meter tiefe, trichterförmige Karstquelle. Aus ihr sprudeln im Durchschnitt 2.300, bei Regen mehr als 30.000 Liter Wasser pro Sekunde – damit könnte man mehr als 160 Badewannen füllen.

Tipp:Im Untergrund des Blautopfs befinden sich mehrere Höhlen. Über diese zeigt das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren einen kostenlosen Film.

Anschließend führt die Wanderung weiter über die Ruine Hohengerhausen und zurück zum Bahnhof.

Wo kehrt man ein?

Sehr zu empfehlen ist das Odin, es liegt keine zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Das Restaurant bietet „gehobene, deutsche, moderne Küche mit internationalem Touch“, sagt Nicole Bögel, Serviceleiterin des Lokals. Auf der Karte stehen sowohl raffinierte Speisen mit Gemüse als auch Gerichte mit Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Besonderer Wert liegt auf hochwertigen und saisonalen Lebensmittel.

Hochbergsteig

Beeindruckend auf dem Hochbergsteig ist der Blick vom Kunstmühlefels.

Kurverwaltung

Wie kommt man hin:

Mit dem Zug bis nach Bad Urach fahren. Von dort ist der Startpunkt der Wanderung in 15 Gehminuten zu erreichen.

Wo geht man lang:

Die knapp acht Kilometer lange Tour startet am Wanderparkplatz P18 Zittelstatt. Über Feld- Waldwege gelangen Wanderer zur Wassersteinhöhle. Sie ist etwa 31 Meter lang und teilweise begehbar, dafür ist eine Taschenlampe notwendig.

Ein fantastischer Ausblick über das Seeburger Tal und die umliegenden Felsen bietet sich ein paar Wege weiter auf dem Kunstmühlefelsen. Hier kann man sehr schön den Sonnenuntergang genießen. Kurz vor dem Ziel der Wanderung befindet sich das Michelskäppele. Von hier aus kann man über das gesamte Ermstal blicken.

Wo kehrt man ein?

Schwäbische Küche verspricht das Restaurant Die Traube. Nachhaltigkeit gehört zum Prinzip: Die Zutaten kommen aus der Region, außerdem wird bei Fleisch auf artgerechte Tierhaltung Wert gelegt. Das Angebot reicht vom Zwiebelrostbraten über Steaks bis zu Maultaschen. Die Speisekarte listet einige vegetarische Gerichte.

Feldbergsteig

Besucher des Feldbergs im Schwarzwald genießen von der Plattform des Feldbergturms die Aussicht.

dpa

Wie kommt man hin:

Die Rundwanderung startet in Feldberg Ort hinter dem Haus der Natur. Dort in der Nähe gibt es die Bushaltestelle Feldberghof.

Wo geht es lang?

Die gut 12 Kilometer lange Tour im Schwarzwald führt auf den höchsten Berg Baden-Württembergs. Der Gipfel des Feldbergs liegt in 1.493 Metern Höhe. Von dort gibt es eine wunderbare Aussicht zu genießen. In der Ferne sind die Allgäuer Alpen, die österreichische Silvretta, der Säntis in der Schweiz und die Vogesen in Frankreich zu sehen.

Der Abstieg führt über schmale Wege und durch den Wald. Zum Abschluss lockt der höchstgelegene See Deutschlands außerhalb der Alpen: der Feldsee, ein Relikt vergangener Eiszeiten.

Wo kehrt man ein?

Auf dem Abstieg gibt es einige Möglichkeiten, sich mit einer Mahlzeit von der Anstrengung zu erholen. Wer mit Rekorden weitermachen mag, nimmt die St. Wilhelmer Hütte. Sie ist die höchstgelegene Almhütte Baden-Württembergs. Die Speisekarte

Mummelsee-Hornisgrindepfad

Um den Mummelsee führt ein Rundweg.

picture alliance/dpa/Patrick Seeger

Wie kommt man hin:

Der Wanderweg ist ab Freudenstadt, Baiersbronn oder Bühl mit dem Bus zu erreichen.

Wo geht es lang:

Startpunkt der knapp sieben Kilometer langen Wanderung durch die Hornisgrinde im Schwarzwald ist die Bushaltestelle Seibelseckle. Nach gut zwei Kilometern ist der Mummelsee erreicht. Wer will, kann dort eine Runde Tretboot fahren. Einmal um den See herumgelaufen geht es weiter über aussichtsreiche Plätze über den Schwarzwald bis zum Hornisgrindeturm.

Die nächste schöne Aussicht erwartet Wanderer am Bismarckturm. Von dort geht es auf einem Holzsteg durch das Hochmoor Hornisgrinde zurück.

Wo kehrt man ein?

In der Nähe des Hornisgrindenturms befindet sich die Grinde-Hütte. Sie bietet zum Beispiel Wurstsalat und Käsebrett, aber auch Linsen und Schnitzel sowie Würstchen und Spätzle für Kinder.

Kloster-Felsenweg bei Sigmaringen

Die Ruine Gutenstein wurde vermutlich um 1200 von den Herren Alt-Gutenstein erbaut, wie es auf einer Info-Tafel heißt.

picture alliance/dpa/Felix Kästle

Wie kommt man hin:

Vom Sigmaringer Bahnhof aus fährt ein Bus zur Haltestelle Laiz Festhalle. Dort beginnt die Wanderung.

Wo geht es lang:

Von Laiz führt die 13 Kilometer lange Tour zunächst an der Donau entlang nach Inzighofen. In den „Fürstlichen Anlagen“ der Gemeinde sehen Wanderer den 29 Meter hohen Amalienfelsen. Sie überqueren ein Klosterareal und spazieren dann zur Teufelsbrücke. Diese führt über die 21 Meter tiefe Höll-Schlucht und leitet zu einem kleinen Felsentor.

Übrigens: Einer Sage nach hat der Teufel die Brücke gebaut. Als Lohn habe er die Seele dessen verlangt, der sie als erster überquert. Doch der Baumeister habe ihn überlistet und als Erstes einen Hund über die Brücke geschickt.

Weiter geht es zum Aussichtspunkt Känzele. Von dort aus lässt sich das Donautal überblicken, in das auch gleich der Abstieg führt. Die Wanderung geht weiter zur Ruine Gebrochen Gutenstein und ins Schmeietal. Hier erwartet Wanderer viel Grün, Wasser und Felsen. Ein letztes Highlight vor dem Ende der Wanderung stellt der Gespaltene Fels dar. Er bietet einen herrlichen Ausblick über das Donautal und die Höhen von Laiz.

Wo kehrt man ein?

Zum Essengehen lohnt sich ein Abstecher nach Sigmaringen. Direkt an der Donau, inmitten der Natur, befindet sich das Restaurant Bootshaus. Auf der Karte stehen sowohl vegetarische und vegane Gerichte wie Gemüsecurry und Steinzeitravioli als auch Klassiker wie Schnitzel und Zwiebelrostbraten oder Zanderfilet.