Waldbrandgefahr im Kreis Neu-Ulm: Akute Gefahr wegen Trockenheit – Luftbeobachter fliegen wieder

Auch von Illertissen aus fliegen wieder Piloten der Luftrettungsstaffel gemeinsam mit Luftbeobachtern, um Waldbrände frühzeitig zu erkennen.
Patrick FaußSeit vielen Tagen hat es so gut wie gar nicht geregnet. Die Folge: Trockenheit und damit akute Waldbrandgefahr. Die Regierung von Schwaben hat deshalb im Einvernehmen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Pfaffenhofen Luftbeobachtung für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet. Das gilt ab Montag (12.06.2023).
Speziell ausgebildete Luftbeobachter und Piloten der Luftrettungsstaffel Bayern sowie der Regierung von Schwaben halten über den Wäldern nach Brandherden Ausschau. Gestartet wird vom Landeplatz in Illertissen (Kreis Neu-Ulm), ebenso wie von Genderkingen (Landkreis Donau-Ries) und Durach (Kempten) aus. Die Flieger sind in den Nachmittagsstunden unterwegs, „zu den höchsten Gefährdungszeiten“, teilt die Regierung von Schwaben mit. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern.
Es soll trocken bleiben
Sollte sich das Wetter ändern, wird die Luftbeobachtung abgebrochen oder auf Teile Schwabens reduziert. Danach sieht es aktuell aber nicht aus: In den nächsten Tagen soll es laut Deutschem Wetterdienst sommerlich warm und überwiegend trocken bleiben.
Bei der vorbeugenden Waldbrandbeobachtung aus der Luft konnten in den vergangenen Jahren in Schwaben einige Waldbrände frühzeitig entdeckt und schnell gelöscht werden, heißt es in der Mitteilung. Dabei wurden auch Brandstellen, die schon gelöscht waren, weiter überwacht – um zu verhindern, dass sich Glutnester neu entzünden.
Wer im Wald unterwegs ist, sollte vorsichtig sein, betont die Regierung von Schwaben: „Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.“
