VJTF ist die Abkürzung für die schnelle Eingreiftruppe der Nato. Die vier Buchstaben tauchten zuletzt vermehrt in Schlagzeilen rund um den deutschen Pannenpanzer Puma auf. Die Bundeswehr sollte nämlich ab 2023 mit diesen Schützenpanzern das Rückgrat des Nato-Eingreifverbandes bilden.

Was ist die VJTF?

Die Abkürzung VJTF steht für Very High Readiness Joint Task Force. Ins Deutsche übersetzt heißt das so viel wie Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft. Die VJTF ist ein schnell verlegbarer Eingreifverband der Nato und Teil der Nato Response Force. Das Bundesverteidigungsministerium bezeichnet die VJTF als „Speerspitze der Nato“. An die Truppe wird die Anforderung gestellt, dass sie innerhalb von 48 bis 72 Stunden einsatzbereit ist und dorthin verlegt werden kann, wo sie gebraucht wird. Laut Bundeswehr ist die VJTF „ein wesentliches Element zur Abschreckung und Verteidigung in Europa“.

Wieviele Soldaten gehören zu VJTF?

Zu dieser schnellen Eingreiftruppe gehören etwa 11.500 Soldaten aus neun Nationen. Den absoluten Großteil der VJTF stellt 2023 Deutschland mit etwa 8000 Soldaten.

VJTF: Welche Länder sind an der Natotruppe beteiligt?

Das sind die Länder mit ihrer Anzahl an Soldaten in der VJTF 2023:
  • Deutschland: 8000
  • Niederlande: 1500
  • Norwegen: 940
  • Tschechien: 340
  • Belgien: 302
  • Litauen: 220
  • Lettland: 180
  • Luxemburg: 37
  • Slowenien: 4
Weitere Informationen zur VJTF und der Beteiligung der Bundeswehr gibt es unter anderem auf dieser Internetseite der Bundeswehr.

Die VJTF und der Schützenpanzer Puma

Bei einer Schießübung der Bundeswehr für die Beteiligung an der Nato-Eingreiftruppe VJTF Ende dieses Jahres waren alle 18 der genutzten Schützenpanzer des Typs Puma ausgefallen. Der von zahlreichen technischen Problemen geplagte Puma war erst im vergangenen Jahr für gefechtstauglich erklärt worden. Das von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und der Rheinmetall Landsysteme GmbH (RLS) entwickelte und produzierte Gefechtsfahrzeug hatte zuvor schon als „Pannenpanzer“ Schlagzeilen gemacht. Anschließend wurde beschlossen, die Soldaten der Bundeswehr vom 1. Januar 2023 an nicht mit dem modernen Puma, sondern mit dem seit Jahrzehnten genutzten Schützenpanzer Marder für die schnelle Nato-Eingreiftruppe VJTF bereitzustellen.