Hitzewelle USA
: Zwei Wochen über 43 Grad - Gefangen unter der Hitzekuppel

In den USA herrscht eine langanhaltende Hitze mit neuen Rekordtemperaturen. In Phoenix, Arizona hat es den 17. Tag in Folge über 43 Grad.
Von
David Hahn
Phoenix
Jetzt in der App anhören

Bis zu 52 Grad wurden in den USA bei der derzeit anhaltenden Hitzewelle gemessen.

Damian Dovarganes/dpa

Eine schwere Hitzewelle hat den Süden der USA erfasst und hält die Region unter einer Hitzekuppel gefangen. Im Süden und Westen der USA setzte sich die unerbittliche Hitzewelle fort und erreichte neue Rekordtemperaturen. Der Nationale Wetterdienst warnte erneut vor der drückenden und äußerst gefährlichen Hitzewelle. In einigen Teilen Nevadas und Südkaliforniens wurden Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius gemessen. Über 80 Millionen Menschen von Südflorida über die Golfküste bis zum Südwesten waren entweder vor exzessiver Hitze gewarnt oder erhielten Hitzewarnungen. Die Hitze, die mit Gesundheitsrisiken verbunden ist, soll noch mehrere Tage andauern.

52 Grad Celsius im Death Valley – Stromnetz muss entlastet werden

Besonders hohe Temperaturen wurden im Death Valley in Kalifornien gemessen, einem der heißesten Orte der Welt. Dort herrschten am Sonntag 52 Grad Celsius. In Phoenix, Arizona, wurden am Sonntagnachmittag 45 Grad erreicht, was den 17. Tag in Folge mit Temperaturen über 43 Grad für die Stadt bedeutete. Die Bewohner wurden aufgefordert, Energie zu sparen, um das Stromnetz zu entlasten.

Was ist eine Hitzekuppel?

Dieses Hochdruckgebiet, auch als Hitzeglocke bekannt, verursacht eine extreme Hitze und lässt die Menschen stark schwitzen. Die Hitzekuppel verhindert die Bildung von Wolken, sodass die Sonnenstrahlen ungehindert den Boden erwärmen können. Der Druck führt dazu, dass die Luft absinkt und sich weiter aufheizt, was die Hitze verstärkt. Menschen in den betroffenen Gebieten empfinden es oft wie in einem Ofen. Hitzekuppeln können eine Region für mehrere Tage oder sogar Wochen beeinflussen.

Wie entsteht eine Hitzekuppel?

Hitzekuppeln entstehen in Verbindung mit dem Jetstream, einem schnell fließenden Windband in etwa zehn Kilometer Höhe, das die nördliche Hemisphäre von Westen nach Osten umströmt. Wenn der Jetstream sich stark nach Norden krümmt, kann er sich verlangsamen und Luftmassen absinken lassen. Dies kann in den USA zu Hitzekuppeln führen. Wissenschaftler haben auch eine Verbindung zwischen Hitzekuppeln und dem Wetterphänomen La Niña festgestellt.

Klimawandel macht Hitzewellen wahrscheinlicher

Der Klimawandel trägt dazu bei, dass Hitzewellen häufiger, heißer und länger andauern. Hitzewellen sind in den USA das Wetterphänomen mit den meisten Todesopfern. Gleichzeitig kam es in Pennsylvania zu Überschwemmungen und starken Regenfällen, bei denen fünf Menschen ums Leben kamen und zwei Kinder vermisst werden.

(Mit Material der AFP)

Mehr Infos zum Klimawandel und den aktuellen Entwicklungen auf unserer Klimawandel-Themenseite.