Unwetterwarnung Schneesturm in Schleswig-Holstein: Starker Schneefall, Sturm und Glätte

Winterwetter in Norddeutschland: Langsam fahren die Autos und Fahrzeuge bei Schneefall über die Kieler Straße.
Christian Charisius/dpaFür Schleswig-Holstein und Hamburg besteht erneute Unwettergefahr. Ein Sturmtief mit starkem Schneefall und Glättegefahr rollt an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt außerdem vor Schneeverwehungen. Hier sollten Sie besonders aufpassen.
Unwettergefahr in SH und Hamburg: Schnee, Sturm & Glätte
Der Norden Deutschlands gerät in den kommenden Tagen unter den Einfluss eines kräftigen Sturmtiefs. Dabei treffen milde und sehr kalte Luftmassen aufeinander – eine klassische Grenzwetterlage entsteht. Die Folgen sind: Sturm, teils kräftiger Schneefall, Schneeverwehungen und anhaltender Frost. Besonders Schleswig-Holstein, Hamburg und die Küstenregionen müssen sich auf teils unwetterartige Bedingungen einstellen. Teilweise werden sogar Schulen vorsorglich geschlossen.
Neuschnee und Glätte am Donnerstag (08.01.)
Ein auffüllendes Nordseetief sorgt vorübergehend für etwas weniger kalte Meeresluft. Es ist meist stark bewölkt. Im Süden Schleswig-Holsteins und in Hamburg fällt am Donnerstag (08.01.) immer wieder Schnee von 3 bis zu 6 Zentimetern. Nach Norden hin sind es nur einzelne Flocken, an den Nordseeinseln und in Nordfriesland auch ein paar Tropfen, teils mit Eisglätte.
Die Temperaturen liegen zwischen –2 und 0 Grad, auf Helgoland bis +4 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd, später Südost.
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Freitag (09.01.) – Sturmtief bringt Unwetter und viel Schnee
In der Nacht zum Freitag (09.01.) entwickelt sich eine ausgeprägte Sturmlage aus Südost bis Ost.
An den Küsten treten Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde auf, tagsüber schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde. Auf Helgoland sind orkanartige Böen bis 110 Kilometer pro Stunde möglich. Auch im Binnenland gibt es wiederholt Böen bis Kilometer pro Stunde
Gleichzeitig kommt von Süden her Schneefall bis etwa zur Linie Norder-Dithmarschen – Lübecker Bucht. Nahe der Elbe fallen bis in die Nacht zum Samstag etwa 10 Zentimeter Neuschnee, sonst meist um die 5 Zentimeter. Durch den starken Wind kommt es verbreitet zu Schneeverwehungen. Die Temperaturen bleiben um den Gefrierpunkt, auf den Nordseeinseln teils bis +2 Grad.
Nachts anhaltender Schneefall, Sturm an den Küsten
In der Nacht zum Samstag gibt es weiterhin vor allem nach Süden hin anhaltenden Schneefall mit Verwehungen, von Norden her im weiteren Verlauf vorübergehend nachlassend, aber später von der Ostsee her neue Schneeschauer. Die Tiefstwerte liegen zwischen -1 Grad auf den Inseln und –5 Grad in Lauenburg bei meist unveränderter Windstärke Drehung auf Nordost, an den Küsten weiter Sturm.
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Teils kräftige Schneeschauer am Samstag (10.01.)
Tagsüber am Samstag (10.01.) nach kurzer Beruhigung der Schneefälle folgen von der Ostsee her jedoch neue, teils kräftige Schneeschauer. Weiterhin besteht Verwehungsgefahr.
Es herrscht Dauerfrost bei maximal –4 Grad in Lauenburg, bis zu 0 Grad auf einzelnen Nordseeinseln. Der Wind weht an den Küsten stark bis stürmisch aus Nordost, sonst frisch und später etwas nachlassend.
Im Laufe der Nacht zum Sonntag lassen die Schneeschauer nach, dafür kann sich gebietsweise Nebel bilden. Tiefstwerte auf den Inseln liegen bei –2 Grad, im Binnenland mäßiger Frost zwischen –6 und –9 Grad, örtlich auch strenger Frost bei –11 Grad. An den Küsten anfangs noch frischer, sonst schwacher bis mäßiger nordöstlicher Wind.
Am Sonntag (11.01.) beruhigt sich das Wetter
Am Sonntag (11.01.) lassen die Schneeschauer von der Ostsee her nach, danach erwarten uns teils neblig-trübe Abschnitte. Nur noch vereinzelt fällt Schnee. Die Höchstwerte liegen zwischen –5 und 0 Grad. Der Wind ist meist schwach, an der See mäßig aus Süd bis Südost.