• Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es in Bayern, BW und NRW wieder vermehrt Unwetter
  • Es kann von heute an erneut zu Gewittern mit Starkregen und Sturm kommen
  • In Baden-Württemberg soll vor allem die Region rund um den Schwarzwald betroffen sein


Wetter in Baden-Württemberg: DWD erwartet Hagel, Starkregen und Sturm

Meteorologen rechnen erneut mit stundenlangen starkem Regen, Hagel und auch Sturmböen im Schwarzwald und am Hochrhein bis Dienstagabend. „An einigen Stellen dürften die starken Niederschläge der Kanalisation wieder Probleme bereiten“, warnte Sabine Krüger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag. „Für Hausbesitzer könnte sich auch der eine oder andere Sandsack lohnen.“
Am Abend veröffentlichte der DWD eine Unwetterwarnung vor ergiebigem Dauerregen beziehungsweise heftigem Starkregen für die Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg. Darin hieß es auch: „Mit lokalen Sturzfluten, Erdrutschen oder Überschwemmungen ist zu rechnen. Erhöhte Unfallgefahr!“ Von Süden über den Westen Baden-Württembergs zögen Starkregenfälle. In den betroffenen Regionen könnten bis Dienstagabend verbreitet 40 bis 60, örtlich auch um 80 Liter Regen pro Quadratmeter niederprasseln.
Experten erwarten zudem Sturmböen und zwei bis drei Zentimeter große Hagelkörner. Infolgedessen wird es auch nur noch etwa 20 Grad warm werden am Dienstag. Mit Blick auf die Aussichten zum kommenden Wochenende hieß es beim Wetterdienst: „Es bleibt wechselhaft.“

Unwetter in BW in der Nacht auf Dienstag ist glimpflich verlaufen

Das angekündigte Unwetter über Teilen Baden-Württembergs ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei glimpflich verlaufen. In einigen Regionen habe es zwar stark geregnet. Größere Schäden gab es jedoch nicht, wie die Polizeipräsidien im Land am Dienstagmorgen berichteten. Nur vereinzelt seien Bäume umgestürzt und Straßen überschwemmt worden, etwa in der Region um Pforzheim.
Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) warnen aber weiter vor Unwettern. Insbesondere im Westen des Landes sei im Laufe des Dienstags heftiger Starkregen möglich, zeitweise auch mit Blitz und Donner. Bis zum Nachmittag können dort zwischen 20 und 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen - zusätzlich zu den 20 bis 50 Litern, die dort bereits seit Montagabend gefallen sind. Im Osten des Landes seien auch kräftige Gewitter wahrscheinlich.
Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. In der Nacht zum Mittwoch soll das Gewitterrisiko zunächst abnehmen. Von Mittwochnachmittag an erwarten die DWD-Experten aber bereits erneut ergiebigen Dauerregen. Verursacht wird das unbeständige Wetter von Tiefausläufern, die feuchte Luft nach Baden-Württemberg bringen.

Unwetter in Bayern: DWD erwartet schwere Gewitter mit Sturm und Starkregen

Auch in Bayern war die Verschnaufpause nur kurz: Neue Unwetter ziehen über Bayern hinweg. Schwere Gewitter, Starkregen und Sturmböen könnten vor allem die Osthälfte des Freistaats von Dienstagnachmittag bis weit in die Nacht auf Mittwoch heimsuchen, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagmorgen.
Ab den Mittagsstunden zögen von Süden her heftige Gewitter auf, Niederschlagsmengen bis zu 60 Liter pro Quadratmeter und Hagelkörner bis zu fünf Zentimeter Durchmesser seien möglich. In der Nacht auf Mittwoch können sich nach DWD-Prognosen die Unwetter noch verstärken, vor allem in Franken, der Oberpfalz und Niederbayern. Später zögen sie nach Norden ab.
Derweil läuft das Hochwasser in Westmittelfranken und Nordschwaben nach und nach ab, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt in Augsburg berichtet. Die Pegel an den westlichen Zuflüssen zur Rednitz und Regnitz, im Oberlauf der Altmühl und an der Wörnitz gingen langsam zurück, hieß es. Allerdings könne lokaler Starkregen wieder zu einem gefährlichen Anstieg der Flusspegel führen, vor allem im Osten Bayerns. In der vergangenen Woche war vor allem Mittelfranken von Hochwasser betroffen gewesen. Starkregen hatte für vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und vereinzelt Stromausfällen gesorgt.

Unwetter in Deutschland ziehen aus Bayern und BW nach NRW

Der DWD schreibt auf seiner Website, dass am Dienstagnachmittag aus den Alpen und der Schweiz heraus und bis zum Abend nach Mitteldeutschland „erneut starke, teils organisierte und unwetterartige Gewitter mit heftigem Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmetern (l/qm) in kurzer Zeit auftreten können. Diese können schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h (Windstärke 10 auf der Beaufort-Skale (Bft)) und teils großen Hagel bringen. Lokal sei „extremes Unwetter durch extrem heftigen Starkregen über 40 l/qm in kurzer Zeit nicht ausgeschlossen“, heißt es in dem Bericht des DWD weiter.
Am Abend und in der Nacht zu Mittwoch verlagern sich diese Gewitter weiter bis in die Norddeutsche Tiefebene. „Wahrscheinlich bilden sich größere Gewittercluster aus, die von Nordbayern Thüringen und Sachsen bis nach Niedersachsen, Brandenburg und NRW ausgreifen“, heißt es dazu beim DWD. Dabei müsse mit heftigem bzw. extrem heftigem Starkregen mit Mengen zwischen 30 und 50 l/qm in kurzer Zeit gerechnet werden. Über einen längeren Zeitraum sind temporär auch Mengen zwischen 50 und 100 l/qm (3 bis 6 Stunden) wahrscheinlich. Zusätzlich könne es an den Gewitterclustern lokal auch zu schweren Sturmböen bzw. orkanartigen Böen (Bft 10 - 11, 90 bis 115 km/h) und größerem Hagel kommen. Am Mittwoch gibt es im Norden Deutschlands dann verbreitet schwere Gewitter mit heftigem Starkregen um 30 l/qm, Hagel und Sturmböen, vereinzelt mit Starkregen. Im Süden hingegen solle es vor allem an den Alpen schwere Gewitter mit heftigem Starkregen um 30 l/qm, Hagel und Sturmböen geben können.

NRW: DWD erwartet „ergiebigen und extremer Dauerregen“ bis Mittwochnachmittag

Im erweiterten Umfeld des Schwarzwaldes bis zum Nachmittag ist laut DWD auch am Mittwoch mit anhaltendem Niederschlag zu rechnen mit „ergiebigem Dauerregen mit Mengen (über den Warnzeitraum hinweg) zwischen 40 und 80 Litern pro Quadratmetern“. Im Westen, von NRW bis nach Rheinland-Pfalz und ins Saarland, kommt es bis in den Donnerstag hinein zu Dauerregen, der teils auch von Gewittern begleitet wird. Der Wind lebt am Mittwoch im Tagesverlauf im Westen auf. Um die Mittagszeit in den Hochlagen der westlichen und südwestlichen Mittelgebirge einzelne Böen Bft 7 (um 55 km/h), am Nachmittag dann vom Bodensee bis zum Niederrhein vereinzelte Böen Bft 7 (um 55 km/h), exponiert auch Böen Bft 8 (um 65 km/h).

Unwetter seit Anfang Juli

Bereits Anfang Juli gab es  Überflutungen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe für Teile Unterfrankens heraus. Mehrere Keller liefen voll und Bäume stürzten auf die Straßen.