Streik im Nahverkehr
: Verdi kündigt wieder Stillstand bei Bus und Bahn an

Verdi hat heute neue Streiks im ÖPNV angekündigt. Wann genau sollen Bus und Bahn stillstehen? Hier gibt es alle Infos.
Von
Daniel Steiger
Berlin
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In der kommenden Woche soll im ÖPNV wieder gestreikt werden.

Thomas Frey/dpa

Nach Bahn und Lufthansa gibt es demnächst wieder neue Streiks im Nahverkehr. Die Gewerkschaft Verdi hat am Donnerstag, 22. Februar, Arbeitsniederlegungen bei Bus und Bahn angekündigt.

Wann soll es neue Streiks im ÖPNV geben?

Die Gewerkschaft Verdi ruft für kommende Woche bundesweit zu Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr auf. Wie die Gewerkschaft am Donnerstag in Berlin mitteilte, sind die Arbeitskämpfe regional an unterschiedlichen Tagen geplant, mit dem 1. März als Hauptstreiktag. Der Tag werde auch in Baden–Württemberg ein Hauptstreiktag im öffentlichen Personennahverkehr sein, teilte ein Sprecher des Verdi–Landesbezirks mit. Bayern ist als einziges Bundesland nicht betroffen.

Verdi ruft zum „Wellen–Streik“ von Montag bis Samstag auf, um Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Personennahverkehr zu machen. Betroffen sind demnach 130 kommunale Unternehmen.

In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere Warnstreiks im ÖPNV in einzelnen Bundesländern. Am 2. bestreikte Verdi den öffentlichen Personennahverkehr in einer bundesweit koordinierten Aktion in nahezu allen Bundesändern. Damals waren nach Gewerkschaftsangaben mehr als 80 Städte und rund 40 Landkreise betroffen.

Worüber verhandelt Verdi im ÖPNV?

Die Gewerkschaft verhandelt derzeit parallel in allen Bundesländern, in Bayern ist der Tarifvertrag aber nicht gekündigt. Dadurch kann dort nicht gestreikt werden.

In den meisten Runden geht es vor allem um die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Verdi fordert unter anderem kürzere Arbeitszeiten ohne finanzielle Einbußen, längere Ruhezeiten zwischen einzelnen Schichten, mehr Urlaubstage oder mehr Urlaubsgeld.

Damit sollen die Beschäftigten entlastet und die Berufe im Nahverkehr attraktiver werden. Sämtliche Verkehrsunternehmen leiden unter Personalmangel. Insbesondere Busfahrerinnen und Busfahrer sind schwer zu finden. Die Berliner Verkehrsbetriebe sind aus diesem Grund seit Monaten mit einem eingeschränkten Busfahrplan unterwegs.

In Brandenburg, im Saarland, Sachsen–Anhalt und Thüringen wird auch über höhere Löhne und Gehälter verhandelt. Verdi fordert zum Beispiel in Brandenburg 20 Prozent mehr pro Monat für die Beschäftigten, mindestens aber 650 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll laut Verdi ein Jahr betragen. In Hamburg wird über einen neuen Haustarifvertrag für die Verkehrsbetriebe verhandelt.

(mit Material von dpa und AFP)