Unwetter mit Schneefall
: Soviel Neuschnee bringt Schneewalze Leonie

Ein Schneechaos droht in mehreren Regionen Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Schneewalze Leonie. Eine Karte zeigt, wie viel Neuschnee auf Deutschland zukommt.
Von
Nicole Züge
Berlin
Jetzt in der App anhören
Nach Glatteis und Eisregen kommt die Schneewalze Leonie auf Deutschland zu. Eine Karte zeigt, wo besonders viel Neuschnee zu erwarten ist.

Nach Glatteis und Eisregen zu Wochenbeginn kommt Wetterexperten zufolge noch einmal viel Schnee auf Deutschland zu. Eine Karte zeigt, welche Mengen in Ihrer Region zu erwarten sind.

Patrick Pleul/dpa

Nach Blitzeis und Eisregen sorgt nun die Schneewalze „Leonie“ für gefährliches Winterchaos in Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bereits für bestimmte Regionen vor Neuschneemengen zwischen 10 und 20 Zentimetern. Wohin „Leonie“ besonders viel Winter bringt, zeigt eine Karte.

Schneewalze Leonie: Bis zu 20 cm Neuschnee möglich

Wieviel Neuschnee sagen die Wettermodelle für Deutschland in den kommenden Tagen voraus?

Die interaktive Karte zeigt, mit welchen Neuschnee-Mengen Sie an Ihrem Standort rechnen müssen. Scrollen oder zoomen Sie dazu einfach in die Karte an Ihrem Wohnort. Die Legende am unteren Kartenrand gibt über die Neuschnee-Mengen in Zentimetern Aufschluss.

Eisregen stört Bahnverkehr im Osten

Auch bei der Bahn sorgt das Winterwetter am Montag (26.01.2026) für erhebliche Einschränkungen, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern: Regionalzüge können nach Angaben der Deutschen Bahn derzeit weder von Rostock noch von Stralsund aus bis nach Berlin fahren. Zuvor hatte die Bahn schon die Einstellung des Fernverkehrs von den beiden Städten aus nach Berlin mitgeteilt.

Ein Sprecher sagte, im Osten des Landes seien Oberleitungen und teils auch Weichen vereist. Daher könnten Züge aus Rostock maximal bis Neustrelitz fahren. Aktuell werde mit einzelnen Triebwagen versucht, die Oberleitungen wieder eisfrei zu bekommen. Solche Putzfahrten könnten aber nur gelingen, wenn das Eis nicht schon zu dick sei. Ansonsten würden die Stromabnehmer beschädigt. Zudem könnten vor allem nicht beheizte Weichen wegen Eisregens vereist sein. Auch deswegen seien Mitarbeiter im Einsatz. „Die Ersatzverkehre mit Bussen sind auch von der Witterung betroffen“, schrieb die Bahn auf ihrer Website. Auch auf anderen Linien müsse mit Verspätungen und Teilausfällen gerechnet werden.

Schneewalze Leonie und Blitzeis: So geht es weiter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach erwartet in den nächsten Tagen einen Mix aus Regen und Schnee. Auch die Glatteisgefahr bleibt weiterhin bestehen. „In der Nacht zum Dienstag klingt der Schneefall allmählich ab, sodass der Dienstag selbst erst einmal recht ruhig startet“, sagt DWD-Meteorologe Tobias Reinartz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Tagesverlauf greifen die Niederschläge von Südwesten her auf Deutschland über. „Dabei gibt es einen Mix aus Regen, Schnee und wohl vorwiegend über der Mitte gefrierendem Regen mit Glatteisgefahr“, so der Wetterexperte weiter.

Südlich der Donau bleibt es teils länger sonnig. Sonst ist es meist stark bewölkt. Im Osten fallen letzte Schneeflocken. Die größte Glättegefahr sieht der DWD in den Mittelgebirgen. Die Höchstwerte liegen zwischen null und sieben Grad. Auch der Rest der Woche wird „unbeständig“, wie Reinartz sagt. In tiefen Lagen des Westens und Südwestens wird es eher regnen. Richtung Norden und Osten dagegen könnte es schneien. Dazu gibt es in einigen Regionen der Nordosthälfte Dauerfrost.