Schneesturm aktuell
: Welche Alternativen zu Streusalz und Granulat gibt es?

Sturmtief „Elli“ bringt vielerorts reichlich Neuschnee und Glätte, doch Streumittel sind knapp. Das sind die besten Alternativen zu Streusalz, Sand und Split.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Ein Mitarbeiter vom Winterdienst verteilt am 20.01.2014 in Berlin Streugut auf einer Straße. Bei Temperaturen unter null Grad Celsius sind viele Straßen und Gehwege in der Hauptstadt mit einer Eisschicht überzogen. Foto: Ole Spata/dpa ++ +++ dpa-Bildfunk +++

Streumittel sind in Deutschland derzeit ausverkauft oder knapp. Grund ist das anhaltene Winterwetter und ein Schneesturm über Norddeutschland. Die besten Alternativen und Hausmittel zu Streusalz und Granulat. (Symbolbild)

Ole Spata / dpa

Deutschland steckt in einer extremen Winterphase. Sturmtief ELLI bringt anhaltenden Schneefall, spiegelglatte Straßen, nächtliche Temperaturen bis minus 15 Grad und viel Chaos in den Norden. Wer jetzt die Glätte vor der eigenen Haustür bekämpfen möchte, wird in vielen Baumärkten vor leeren Streumittel-Regalen stehen. Selbst das, in vielen Kommunen verbotene, Streusalz ist ausverkauft.

Glätte bekämpfen: Darum ist Streusalz so gefährlich

Streusalz gilt vielerorts noch immer als Standard gegen Eis, ist aber in den meisten Kommunen Deutschlands für den Privatgebrauch verboten. Bei häufiger Anwendung richtet es dauerhafte Schäden an: Böden und Gewässer werden belastet, Pflanzen geschwächt, Fahrzeuge und Bauwerke durch Korrosion angegriffen.

Die besten Streusalz-Alternativen

Abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt oder Granulat sind im Unterschied zum Streusalz in Deutschland erlaubt. Auch diese Mittel reduzieren die Rutschgefahr, greifen aber Natur und Bausubstanz nicht an. Vorsicht bei Mischungen: Darin kann sich Streusalz befinden, denn verkauft werden darf das Mittel in Deutschland ohne Auflagen. Nur Produkte mit dem Zeichen „Blauer Engel“ erfüllen strenge Umweltauflagen und sind salzfrei.

Streumittel ausverkauft: Diese Mittel bekämpfen Glätte auch

Wenn allerdings auch die alternativen Streumittel nicht mehr vorrätig sind, helfen nur noch Notlösungen.

  • Sägespäne: Wer Kleintiere zu Hause hat, kann zur Not auch deren Einstreu für die erste Absicherung von Treppen und Gehwegen nutzen. Kleintierstreu oder Sägespäne kann man im Drogerie- oder Baumarkt kaufen.
  • Sand, Kies oder Asche: Wer einen Kamin oder Ofen hat, kann auch mit Asche streuen. Zudem eignen sich auch Sand und Kies als Streumittel. Faustregel: Je gröber das Streumittel ist, desto großzügiger sollte es aufgetragen werden.

Richtig räumen, gezielt streuen

Neben dem richtigen Einsatz der Streumittel ist auch frühzeitiges Räumen direkt nach dem Schneefall wichtig. Das verhindert festgetretene Eisflächen und spart Material.

Wieviel Streumittel muss ich einsetzen?

Empfohlen sind rund 100 Gramm pro Quadratmeter. Nach dem Abtauen lassen sich die meisten, umweltfreundlichen Materialien wie Split oder Granulat zusammenkehren und erneut nutzen. Dazu sollte man das Material einige Tage durchtrocknen lassen.