Auch wenn in den ersten Bundesländern die Schule wieder los ging: In Europa ist jetzt Urlaubs-Hochsaison. Vom derzeit sehr heißen Südosten bis zum eher frischen Nordwesten des Kontinents bestimmt weiterhin die Corona-Lage die Regeln.
  • Wegen hoher Inzidenzen gelten einige beliebte Urlaubsziele in Europa als Risikogebiete
  • Unterschieden wird mittlerweile zwischen den Kategorien Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet
  • Welche Bedeutung hat diese Einstufung für die Rückreise aus dem Urlaub?
  • Was gilt im Sommer 2021 bei der Einreise nach Deutschland?
  • Welche Bestimmungen gelten für Quarantäne und Corona-Test für Kinder und Geimpfte?

Corona-Regeln für die Einreise nach Deutschland: Testpflicht gilt

Kurzfristig wurde in Deutschland eine erweiterte Testpflicht für alle Reiserückkehrer eingeführt. Strengere Testpflichten bei der Einreise nach Deutschland sollen eine Corona-Ausbreitung zum Ende der Sommerferien verhindern. Unabhängig davon, ob die Urlauber aus einem Risikogebiet kommen oder nicht, müssen alle Personen ab zwölf Jahren bei der Einreise nach Deutschland belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist. Das bedeutet sie brauchen entweder
  • den Nachweis einer Impfung
  • den Nachweis einer Genesung von Covid-19
  • oder ein negatives Testergebnis. Im Ausland sind Schnelltests oder PCR-Tests möglich – auf eigene Kosten. Schnelltests dürfen bei der Einreise in Deutschland höchstens 48 Stunden alt sein, PCR-Tests 72 Stunden.
Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff. Für Reisende, die aus einem Hochrisikogebiet oder einem Virusvariantengebiet zurückkommen, gelten speziellere Regeln.
Diese Länder gelten aktuell als Risikogebiete:

Rückkehr Hochrisikogebiet: Regeln für die Einreise nach Deutschland

Bei der Rückkehr aus Hochrisikogebieten müssen Ungeimpfte eine zehntägige Quarantäne antreten, die frühestens ab dem fünften Tag durch Übermittlung eines negativen Testnachweises beendet werden kann. Ein „Freitesten“ ist also möglich.

Rückreise aus Hochrisikogebiet: Regeln für Geimpfte, Kinder, Nachweise

Geimpfte und Genesene, die aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren, müssen nicht in Quarantäne. Kinder, die jünger als 12 Jahre sind, können ohne einen Testnachweis nach fünf Tagen die Quarantäne beenden. Außerdem müssen Menschen, die aus einem Hochrisikogebiet einreisen, eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.

Rückkehr Virusvariantengebiet: Regeln für die Einreise nach Deutschland

Bei einem Aufenthalt in Gebieten mit neuen, besorgniserregenden Virusvarianten ist ein Testnachweis Pflicht. Man kann entweder einen PCR- oder einen Schnelltest machen. Schnelltests müssen aber höchstens 24 Stunden vor der Einreise nach Deutschland gemacht werden, während PCR-Tests 72 Stunden lang gültig sind.
Wer aus einem Virusvariantengebiet zurückkehrt, muss auch eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.

Rückreise aus Virusvariantengebiet: Regeln für Geimpfte, Kinder, Nachweise

Anders als bei der Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet reichen Nachweise als Genesener oder Geimpfter bei der Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet nicht aus. Bei Virusvariantengebieten gilt weiter grundsätzlich die 14-tägige, nicht verkürzbare Quarantäne für alle.

Verstöße gegen Einreise-Regeln: Bußgelder bis 25.000 Euro drohen

Bei Verstößen drohen Bußgelder – etwa gegen die Pflicht sich anzumelden, Nachweise vorzulegen oder in Quarantäne zu gehen. Auch Verkehrsunternehmen drohen Bußgelder bei Verstößen. Generell können Bußgelder bei krassen Verstößen bis zu 25.000 Euro betragen.