In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch binnen 24 Stunden 487 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Das ist ein neuer Rekord seit Beginn der Pandemie, wie aus den RKI-Zahlen hervorgeht. Auch am Donnerstag war der Wert mit 479 auf nahezu gleich hohem Niveau.
In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen erwartet wurde.
Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 426 Todesfällen erreicht worden. Insgesamt wurden binnen 24 Stunden 17.270 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Corona-Tote in Deutschland: Das sagt das RKI

Angesichts vermehrter Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen erwartet das Robert-Koch-Institut (RKI) in viele weitere Corona-Tote in Deutschland. Die Präventionsmaßnahmen in den Heimen seien nicht ausreichend erfolgreich, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Er appellierte ein weiteres Mal an die Bevölkerung, die Zahl der Kontakte zu reduzieren und sich an die Regeln zum Abstand und zum Lüften zu halten.
Das RKI meldete zuvor 22.046 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland und damit ähnlich viele wie vor einer Woche. Die Zahl der Corona-Toten blieb mit 479 nur knapp unter dem am Dienstag gemeldeten bisherigen Höchstwert, der bei 487 Toten an einem Tag lag.
Wieler sagte, es sei zu sehen, dass in einigen Regionen die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze stießen. "Wir sehen auch, dass die Zahl der schweren Verläufe und der Todesfälle von Woche zu Woche steigt." Im weiteren Zeitverlauf sei "mit vielen weiteren" Toten zu rechnen.
Gleichzeitig nannte Wieler die derzeitige Entwicklung mit vermehrten schweren Verlaufen und erhöhten Todeszahlen nicht überraschend. Es seien immer mehr ältere Menschen betroffen, vor allem in der Altersgruppe der über 80-Jährigen.