• Die Corona-Zahlen in Portugal sinken
  • Die Impfquote in dem beliebten Urlaubsland dagegen ist hoch
  • Nun kam es zu einer Änderung der Corona-Maßnahmen
  • Am Montag, 13.09., ist die Maskenpflicht im Freien aufgehoben worden
Nach genau 318 Tagen müssen die Menschen im beliebten Urlaubsland Portugal auf der Straße, in Parks oder auf der Strandpromenade keine Maske mehr tragen. Am Montag, 13.09., ging die seit Ende Oktober 2020 herrschende Maskenpflicht im Freien im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage zu Ende. Auf den Straßen der Hauptstadt Lissabon und anderer Städte trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas, bei größeren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

Corona-Regeln in Portugal: Im Freien braucht man keine Maske mehr

Nach dem Sommer-Höchststand von rund 438 fiel die 14-Tage-Inzidenz in Portugal zuletzt auf 240. Die Einschränkungen werden deshalb immer mehr gelockert. Anders als im Nachbarland Spanien muss in Portugal etwa zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen ein Impf- oder ein Genesenen-Nachweis oder ein negativer Test vorgelegt werden. Das gilt etwa im Innenbereich von Restaurants am Wochenende.
Die Maskenpflicht gilt nun nur noch in Innenräumen - etwa von
  • Geschäften
  • öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Schulen.
Wie die portugiesische Gesundheitsbehörde mitteilte, wird aber weiter empfohlen, auch im Freien eine Maske zu tragen, wenn viele Menschen zusammenkommen und kein Abstand gehalten werden kann. Am Strand gilt ein Ampelsystem mit Maskenpflicht beim Zugang und beim Abgang. Die Maskenpflicht gilt nicht für Kinder unter 10 Jahren oder Personen, die ein Attest haben.
Sobald eine Impfquote von 85 Prozent erreicht ist, sollen weitere Lockerungen folgen. Dann sollen etwa auch Discos und Nachtclubs wieder öffnen dürfen. Private Feiern und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum sind aktuell verboten.

Corona-Situation in Portugal: Inzidenz, Impfquote, aktuelle Entwicklung

In Portugal hatte die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus im Sommer zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen geführt. Im Juli waren in dem Land mit seinen rund zehn Millionen Einwohnern zeitweise mehr als 3000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet worden. Inzwischen sind es nur noch halb so viele. Am 13.09. liegt die 7-Tage-Inzidenz in Portugal bei 84, die Zahl der Neuinfektionen bei 911.
Nur in wenigen Ländern war die Impfkampagne so erfolgreich wie in Portugal. Rund 80 Prozent aller 10,3 Millionen Bürger sind dort bereits vollständig geimpft. Unter Berufung auf die Regierung von Ministerpräsident António Costa berichtete die Zeitung „Público“ am Montag, bis Ende September werde man mit Sicherheit die 85-Prozent-Marke erreichen. 84 Prozent aller Zwölf- bis 17-Jährigen hätten schon die erste Dosis bekommen, hieß es.

Reisewarnung für Portugal: Welche Region gilt als Risikogebiet?

Aktuell gibt es für Portugal eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Jedoch bezieht sich diese nicht auf das gesamte Land, sondern nur auf die Region Algarve. Die Algarve wird als einzige Region von Portugal nach wie vor als Hochrisikogebiet eingestuft. Welche Länder sind aktuell Risikogebiete? Folgender Artikel gibt eine Übersicht:

Einreise nach Portugal: Das gilt es vor dem Urlaub zu beachten

Wer von Deutschland nach Portugal reisen möchte, muss trotz der weitgehenden Aufhebung der Risikogebiet-Einstufung auf einige Regeln achten.
  • Einreisende Personen benötigen einen negativen PCR-Test oder Schnelltest. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden, der Antigen-Schnelltest nicht älter als 48 Stunden sein
  • Geimpfte und Genesene sind davon ausgenommen. Sie brauchen dafür einen Nachweis, etwa über die CovPass-App
  • Des Weiteren wird ein Einreiseformular benötigt, wenn man per Flugzeug einreist.