Donald Trump: Privatleben und Karriere — Der ehemalige US–Präsident im Porträt

Donald Trump: Wir stellen den US-Politiker im Porträt vor.
Chris Carlson/dpaKehrt Donald Trump in ein paar Monaten zurück ins Weiße Haus? Der ehemalige US–Präsident ist der aussichtsreichste Kandidat der Republikaner und wird sich schon bald Widersacher Joe Biden im TV-Duell stellen.
Hier gibt es alles über den ehemaligen US–Präsidenten im Porträt.
Donald Trump: Größe, Alter, Frau, Kinder
- Name: Donald John Trump
- Geburtstag: 14. Juni 1948
- Geburtsort: Queens, New York
- Wohnort: New York
- Größe: 1,90 m
- Beruf: Politiker, Unternehmer, Entertainer
- Ehefrau: Melania Trump (verheiratet seit 2005)
- Kinder: Invanka Trump, Donald Trump Junior, Barron Trump, Tiffany Trump, Eric Trump
- Mutter: Mary Anne McLeod Trump
- Vater: Fred C. Trump
- Geschwister: Robert Trump, Fred Trump Junior, Maryanne Trump Barry, Elizabeth Trump Grau
Donald Trump: Anfänge und Jugend
Donald Trump wurde der Unternehmergeist schon in die Wiege gelegt. Sein Vater war als Immobilienunternehmer reich geworden und bereits seine Großeltern hatten im Restaurant– und Hotelbusiness viel Geld verdient. In der Schulzeit galt Donald Trump als aggressiv. Sein Vater schickte ihn schließlich auf die New York Military Academy, ein Privatinternat mit vormilitärischer Ausbildung in der Kleinstadt Cornwall. Dort absolvierte Trump seinen High School Abschluss.
Anschließend studierte er Wirtschaftswissenschaft, zunächst in New York, dann in Philadelphia und schloss sein Studium mit dem Bachelor–Grad ab. Bereits während des Studiums arbeitete Trump im Unternehmen seines Vaters. Nach seinem Abschluss stieg er dann vollständig in das Geschäft seines Vaters ein. Bereits mit 25 Jahren übernahm er die Leitung der Firma. Mit der Zeit wurde Donald Trump eigenständig in der Immobilienbranche tätig und erwarb beispielsweise das Hyatt–Hotel in New York. Sein nächstes großes Bauprojekt war der Trump Tower, wo Donald Trump auch ein persönliches Penthouse besitzt. Durch dieses mit seinem Namen versehene Gebäude wurde Trump über die Grenzen New Yorks hinaus berühmt. Damit stieg auch seine Kreditwürdigkeit, und er konnte 1985 als weitere Residenz das Anwesen Mar–a-Lago in Florida erwerben. Schließlich wollte Donald Trump in das Glücksspiel–Geschäft einsteigen und investierte in den 90er Jahren in den Bau von Casinos. Allerdings brachten die Casinos nicht die erhofften Gewinne ein. Trump konnte seine Kredite nicht mehr zurückzahlen und verschuldete sich mit bis zu 3 Milliarden US–Dollar.

Donald Trump und seine Frau Melania Trump.
Andrew Harnik/dpaDonald Trump privat: Ehefrauen und Kinder
Donald Trump hat bisher insgesamt dreimal geheiratet und sich zweimal scheiden lassen. Seine erste Ehefrau war Ivana Trump. Sie war erfolgreiche Skifahrerin und Model und stammt aus der Tschechoslowakei. Außerdem war sie die Mutter der drei ältesten Kinder von Donald Trump. Die beiden waren von 1977 bis 1992 verheiratet. 2022 ist Ivana Trump verstorben.
Die zweite Ehefrau von Donald Trump war Marla Marples. Die Schauspielerin stammt aus Georgia und hat mit Donald Trump eine gemeinsame Tochter. Marples und Trump waren von 1993 bis 1999 verheiratet. Sie führten bereits während des letzten Ehejahres von Donald und Ivana Trump einer Affäre. Mit seiner dritten Ehefrau, Melania Trump, ist Donald Trump seit 2005 verheiratet. Melania ist ein slowenisches Model und hat mit Donald Trump einen gemeinsamen Sohn.
Trump bei „The Apprentice“: So wurde er Entertainer
2004 war Donald Trump zum ersten Mal in der Fernsehserie „The Apprentice“ zu sehen. Das Konzept der Show war, dass 16 Kandidaten darum kämpften, einen Einjahresvertrag als Mitarbeiter der Trump Organization zu erhalten. Für Trump war nur die Rolle vorgesehen, zu Beginn jeder Folge die diesmal zu lösende Aufgabe zu erläutern und am Ende zu verkünden, welcher Kandidat aus dem Rennen ausschied. Trump bewies jedoch Talent als Entertainer und Showmaster und sorgte so für hohe Einschaltquoten. Aufgrund seiner gestiegenen Popularität wurde Donald Trump vermehrt in Talkshows eingeladen, wo er auch über politische Themen sprach.
Wie Donald Trump 2016 Präsident der USA wurde
Am 16. Juni 2015 gab Donald Trump im Trump Tower seine Kandidatur bei der Wahl am 8. November 2016 für die Republikanische Partei bekannt. Er führte seinen Wahlkampf mit dem Slogan „Make America Great Again“, den zuvor schon Ronald Reagan 1980 benutzt hatte. Seine Rhetorik, seine provokativen Forderungen und sein konfrontativer Stil polarisierten den Wahlkampf. Bei der Abstimmung des Wahlmännerkollegiums am 19. Dezember 2016 gewann Trump die 58. Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten mit 304 Wahlmännerstimmen gegenüber 227 für Hillary Clinton.
Erstürmung des Kapitols — So endete Trumps Präsidentschaft
Die politische Stimmung in den USA ist aufgeheizt. Die kommende Präsidentenwahl am 5. November 2024 ist die erste seit den dramatischen Verwerfungen rund um die Wahl von 2020, die in einem beispiellosen Gewaltausbruch endeten. Derzeit deutet sich eine mögliche Neuauflage des Rennens zwischen Biden und Trump an. Das nährt Befürchtungen, dass es wieder zu Chaos und Gewalt kommen könnte.
Am 6. Januar 2021 hatten Trump–Anhänger den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um Bidens Sieg formal zu bestätigen. Infolge der Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben. Trump hatte seine Unterstützer davor bei einer Rede durch die unbelegte Behauptung aufgewiegelt, der Wahlsieg sei ihm durch massiven Betrug gestohlen worden — seitdem hat er diese Aussage mehrfach wiederholt.
Trump und der Schweigegeld-Prozess
Trump wird von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, dass er seine Aussichten auf einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl 2016 durch die Zahlung von 130 000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels habe verbessern wollen. Obwohl die - von keiner Seite bestrittene - Zahlung selbst nicht illegal war, soll der heute 77-Jährige bei der Erstattung des Betrags an seinen damaligen persönlichen Anwalt Michael Cohen Unterlagen manipuliert haben, um den wahren Grund der Transaktion zu verbergen. Dies habe die Zahlungen zu illegaler Wahlkampf-Finanzierung gemacht.
Mehr zu Trumps Schweigegeld-Prozess und ob der Ex-Präsident im Falle einer Verurteilung ins Gefängnis muss.
(mit Material von dpa)
