Papst Franziskus im All
: Vatikan schießt Hoffnungsbotschaft mit Rakete in den Weltraum

Der Papst im Weltraum: Eine Rakete ist mit einer Hoffnungsbotschaft des Papstes ins All gestartet. Auf ihr sind Fotos und Worte des Papstes.
Von
Philipp Staedele
Vatikan
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Papst Franziskus‘ Worte kann man jetzt auch aus dem All hören.

Andrew Medichini/dpa

Papst Franziskus im Weltraum: Eine Rakete wurde erfolgreich vom US–Stützpunkt Vandenberg in Kalifornien gestartet, um eine Hoffnungsbotschaft des Papstes zu überbringen. Die Mission mit dem Namen „Satellit der Hoffnung“ wurde von den Organisatoren der Aktion, darunter die vatikanische Kommunikationsbehörde, am Dienstag bestätigt. Der Satellit wird die Erde in einer Umlaufbahn von etwa 525 Kilometern Höhe umkreisen und beinhaltet ein Nanobuch mit Fotos und Worten des Papstes.

Botschaft kann von der Erde aus empfangen werden

Ein Buch in Mikrochip–Größe thematisiert Franziskus' Bitte um ein Ende der Corona–Pandemie vom 27. März 2020. An jenem Tag spendete der Papst den Segen „Urbi et orbi“ von den Stufen der menschenleeren Vatikan–Basilika auf dem Petersplatz. Inmitten des Regens stand das Kruzifix von San Marcello, welches an das Ende der Pest im Jahr 1522 erinnert. Die Bilder des einsamen Papstes mit der goldenen Monstranz verbreiteten sich weltweit und boten Trost und Vergebung für die Sterbenden.

Ein Jahr später entschied der Vatikan, ein Buch über dieses Ereignis zu veröffentlichen, welches nun auf wenige Quadratmillimeter verkleinert wurde. Der drei Kilogramm schwere Satellit, der das Nanobuch transportiert, verfügt über zwei Bordcomputer und Kommunikationssysteme. Er sendet Hoffnungsbotschaften zur Erde, die über eine Radiofrequenz empfangen werden können. Die italienische Raumfahrtagentur ASI und der Nationale Forschungsrat Italiens CNR sind ebenfalls an der Aktion beteiligt.

Eine weitere Miniaturausgabe des Buches befindet sich derzeit in einem Saatgut–Tresor in Norwegen. Dort wird es als „Samen der Hoffnung“ bezeichnet und lagert neben Hunderttausenden Pflanzensamen auf Spitzbergen, gut 1.200 Kilometer vom Nordpol entfernt.