MVG-Streik in München: ÖPNV-Chaos diese Woche - Verdi bestreikt erneut den Nahverkehr

Verdi bestreikt die MVG am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in München. Mit Fahrtausfällen ist besonders am Mittwoch und Donnerstag zu rechnen.
Peter Kneffel/dpaFahrgäste in München müssen sich diese Woche erneut auf erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat einen weiteren Warnstreik bei der MVG angekündigt, wodurch zahlreiche Verbindungen ausfallen könnten. Bereits am Dienstag legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice ganztägig ihre Arbeit nieder.
München: Streik am Donnerstag bei der MVG
Die Gewerkschaft Verdi hat bereits für Dienstag, 17. März, zum vierten Mal in der laufenden Tarifverhandlung zu einem ganztägigen Warnstreik bei der MVG aufgerufen. An diesem Tag sind jedoch nicht die Fahrerinnen und Fahrer, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MVG-Leitstelle und des Fahrgastservice zum Warnstreik aufgerufen. Zu massiven Einschränkungen im Münchner Nahverkehr kommt es dann am Donnerstag (19.03.2026), wenn die Fahrerinnen und Fahrer streiken. Die genauen Auswirkungen am Donnerstag sind aktuell (16.03.2026, 10:30 Uhr) noch nicht bekannt gegeben. Beim letzten Streik waren U-Bahn, Tram und Busse bis Linie 199 betroffen. Die MVG empfahl, am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen, wenn möglich.
Busse von privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, werden in der Regel nicht bestreikt. Es kann dabei allerdings zu Unregelmäßigkeiten kommen. Züge der Deutschen Bahn, wie S-Bahnen, Regionalbahnen (RB) und Regionalexpress (RE) sind nicht vom Streik betroffen und fahren wie gewohnt. Auch Regionalbusse verkehren weiterhin.
Aktuelle Informationen zum laufenden Betrieb stellt die MVG am Streiktag in der Regel über „Aktuelle Störungen“ auf mvg.de sowie über den Bereich „Störungen“ in der App MVGO bereit. Dort sind Live-Daten zu tatsächlich eingesetzten Fahrzeugen abrufbar und werden laufend aktualisiert.
Streik 2026 aktuell: Warum wird erneut gestreikt?
Der aktuelle Warnstreik findet im Rahmen der bundesweiten Tarifrunde statt, in der laut Verdi die Arbeitsbedingungen für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen in allen Bundesländern verhandelt werden. Zugleich geht es in Bayern, Brandenburg, Thüringen, dem Saarland und bei der Hamburger Hochbahn auch um die Löhne und Gehälter der Beschäftigten.
Mit Material der dpa
