Miss Germany: Das sind die Gewinnerinnen der letzten 5 Jahre
Für viele Jahrzehnte galt „Miss Germany“ als Schönheitswettbewerb, bei dem Frauen aus Wettkämpfen in den Bundesländern in das Bundesfinale einzogen. Während früher äußere Schönheit und traditionelle Schönheitsideale im Fokus des Wettbewerbs standen, ist aus „Miss Germany“ heute eine Auszeichnung für Frauen geworden, die Verantwortung übernehmen. Das Konzept von Miss Germany hat sich dabei nicht über Nacht geändert, sondern von Jahr zu Jahr einen Wandel vollzogen. Wer waren die Gewinnerinnen der letzten 5 Jahre von Miss Germany?
Miss Germany 2020: Leonie von Hase

Leonie von Hase
Patrick Seeger/dpaLeonie Charlotte von Hase ist eine Online–Unternehmerin aus Kiel. Mit 35 Jahren war sie 2020 die älteste „Miss Germany“ und die erste Mutter in der Geschichte des Wettbewerbs. Nachdem 2019 die Bademode aus dem Programm von Miss Germany gestrichen wurde, erfolgte 2020 ein Relaunch bei Miss Germany. Als Folge sollte es nicht mehr nur darum gehen, wie die Teilnehmerinnen aussehen, sondern vor allem die Persönlichkeit der Frauen entscheidend sein. Vor allem die Moderation stieß jedoch weiterhin auf Kritik, welche nach Angaben vom Spiegel weiterhin großen Wert auf Äußerlichkeiten setzte.
Miss Germany 2021: Anja Kallenbach

Anja Kallenbach
picture alliance/dpa | Philipp von DitfurthAnja Kallenbach war zum Zeitpunkt der Verleihung 33 Jahre alt, leidenschaftliche Mountainbikerin und Mutter von zwei Mädchen. Bereits mit 24 Jahren war sie als Geschäftsführerin eines Einzelhandelsunternehmens tätig. Mit 27 Jahren hat sie mit dem Modeln angefangen. Heute ist sie laut radfahren.de auch als Fahrtechnikcoach tätig. Während in diesen Jahren zunehmend die Persönlichkeit im Fokus von „Miss Germany“ stand, wandelte sich der Wettbewerb in den folgenden Jahren hin zu einem Award, der Frauen auszeichnet, die sich auf besondere Weise in der Gesellschaft engagieren und Verantwortung übernehmen.
Miss Germany 2022: Domitila Barros

Domitila Barros
picture alliance/dpa | Philipp von DitfurthVor mehr als 35 Jahren gründeten Barros´ Eltern Roberta und Ademilson das Straßenkinder–Projekt „CAMM“. Dort brachte Domitila Barros nach Angaben von „Miss Germany“ Kindern Lesen und Schreiben bei und entwickelte Methoden aus Tanz und Schauspiel, um einen Zugang zu den oft traumatisierten und an Konzentrationsstörungen leidenden Kindern zu bekommen. Ihr Engagement wurde auch mit dem Millennium Dreamer Award der UNESCO ausgezeichnet. An der Freien Universität Berlin studierte sie im Master in Politik — und Sozialwissenschaften. 2017 gründete sie zudem die Accessoire–Marke „She is from the Jungle“.
Miss Germany 2023: Kira Geiss

Kira Geiss
Philipp von Ditfurth/dpaKira Geiss engagiert sich in der Jugendarbeit und gründete in Magdeburg eine Jugendgemeinde. Junge Menschen werden dort „auf der sozialen, kreativen und musikalischen Ebene gefördert“, so Geiss. Vor ihrer Teilnahme an „Miss Germany“ hat sie auch eine Ausbildung zur „Visual Mechandiserin“ abgeschlossen. Als Siegprämie erhielt die 20–Jährige aus Stuttgart und Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg 25.000 Euro, um ein Projekt ihrer Wahl zu verwirklichen.
Miss Germany 2024: Apameh Schönauer

Apameh Schönauer
Philipp von Ditfurth/dpaApameh Schönauer wurde in der iranischen Hauptstadt Teheran geboren und kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Über das Netzwerk Shirzan (Löwenfrau) setzt sie sich aus Deutschland für benachteiligte und unterdrückte Frauen ein. Durch das angewandte islamische Rechtssystem (Scharia) werden nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte Frauen im Iran in fast allen Rechtsbereichen zunehmend benachteiligt und systematisch entrechtet. Die 39 Jahre alte Architektin und zweifache Mutter aus Berlin gewinnt den „Female Leader Award“.



