Miss Germany 2024: Apameh Schönauer gewinnt „Miss Germany“ Award 2024

Apameh Schönauer ist 39 Jahre alt, Architektin, zweifache Mutter und kommt aus Berlin. Mit ihrem Engagement für Frauenrechte gewinnt sie das Finale von „Miss Germany“ 2024.
Philipp von Ditfurth/dpaNach einem langen Auswahlverfahren setzte sich die Diplomingenieurin Apameh Schönauer bei „Miss Germany“ im Finale gegen acht andere Frauen durch. Sie will jungen Frauen helfen, mutig zu sein: Über das Netzwerk Shirzan (Löwenfrau) setzt sich Apameh Schönauer für benachteiligte und unterdrückte Frauen ein. Die 39 Jahre alte Architektin und zweifache Mutter aus Berlin gewinnt damit den „Female Leader Award“.
Miss Germany 2024: Apameh Schönauer setzt sich für Frauenrechte ein
Während der Veranstaltung machte Schönauer ihr Engagement für Frauenrechte mit Fokus auf den Iran deutlich. Durch das angewandte islamische Rechtssystem (Scharia) werden nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für MenschenrechteFrauen im Iran in fast allen Rechtsbereichen zunehmend benachteiligt und systematisch entrechtet. Apameh Schönauer wurde in der iranischen Hauptstadt Teheran geboren und kam im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Über das Netzwerk Shirzan (Löwenfrau) setzt sie sich aus Deutschland für benachteiligte und unterdrückte Frauen ein.
„Miss Germany“ im Wandel
Während früher äußere Schönheit und traditionelle Schönheitsideale im Fokus des Wettbewerbs standen, ist „Miss Germany“ heute eine Auszeichnung für Frauen,die Verantwortung übernehmen. „Miss Germany“ werden „Frauen, die als Vorbild Verantwortung übernehmen und damit eine weltoffene und moderne Gesellschaft prägen“, betont der Veranstalter. „Ich finde es großartig, wie sehr sich der Wettbewerb gewandelt hat“, sagte Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) per Videobotschaft. „Heute geht es um Menschen statt um ein einseitiges Frauenbild.“
Preisgeld: Was bekommt die „Miss Germany“ als Gewinn?
Die Gewinnerin bekommt laut Veranstalter den „Female Leader Award“. Er ist mit einer Prämie von 25 000 Euro verbunden. Darüber hinaus versteht sich „Miss Germany“ als Netzwerk für Frauen, die Verantwortung übernehmen. Eine Krone wird wie bei den Verleihungen nicht mehr vergeben. Nur eine Schärpe gibt es nach wie vor.
Miss Germany 2024: Die Top 10 Kandidatinnen
Die Finalistinnen vertraten sehr unterschiedliche Profile. Tamara Schwab (31) aus dem bayerischen Roth lebt nach eigenem Bekunden seit zweieinhalb Jahren mit einem Spenderherz. Sie setzt sich für Aufklärungsarbeit in den Bereichen Organspende und Resilienz ein. Mit schweren Herausforderungen kämpft Christina Modrzejewski (28) aus Dinslaken: Sie bekam 2021 eine seltene Autoimmunerkrankung. Sie setzt sich aktiv für die Förderung der Integrität und den Abbau von Barrieren für Menschen mit Handicap ein, insbesondere auf politischer Ebene, damit sie ein gleichgestelltes Leben führen können. Hier gibt es die Top 10 Kandidatinnen im Überblick.
Beim Finale fehlte überraschend eine Kandidatin: Die 27-jährige Ann-Katrin Lange aus dem niedersächsischen Bad Gandersheim konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein, wie Moderatorin Lola Weippert ankündigte
Die bisherige Altersgrenze von 39 Jahren galt für die laufende Staffel nicht mehr: Älteste Finalistin war die Hamburgerin Mignon Kowollik (42). Jüngste in der Endrunde war Adwoa Awuah (22) aus Essen.
Die Jury von Miss Germany 2024
Eine Jury aus Moderatorin Neda Peemüller, Entertainer Nicolas Puschmann, Influencer Twenty4Tim, Autorin Vivien Wulf, Schauspielerin Sharon Battiste und der PR-Chefin der Miss Germany Studios, Jil Andert, wählte die Siegerin vor rund 1000 Gästen. Zum Start im vergangenen Jahr hatten sich laut Veranstalter rund 15 000 Frauen beworben.
Vorjahr: Kira Geiss ist „Miss Germany“ 2023
Im vergangenen Jahr wurde die damals 20-jährige Kira Geiss aus Wilhelmsdorf bei Ravensburg „Miss Germany“. Sie war damit angetreten, der jungen Generation eine Stimme geben zu wollen. Die in der Kirche aktive Frau hatte in Magdeburg eine Jugendgemeinde gegründet.
(Mit Material der dpa)


