Im Jahr 2022 soll sich auch für Minijobber in Deutschland etwas ändern. Das geht aus dem neuen Mindestlohngesetzes hervor, dass Anfang Juni im Bundestag beschlossen wurde. Im Zuge der geplanten Erhöhung des Mindestlohnes soll auch die Obergrenze für Minijobs angehoben werden. Das heißt: Minijobber bekommen mehr Geld.

Wann wird die Minijob-Grenze erhöht?

Im Zuge des Mindestlohngesetzes wurde auch die Minijob-Grenze angehoben. Insbesondere die vorgesehene Dynamisierung soll dazu führen, dass die Minijobber wieder mehr Geld in der Tasche haben werden. Das Gesetz sieht vor, die Minijob-Grenze von derzeit 450 Euro auf 520 Euro anzuheben. Als Datum der Erhöhung ist jetzt beschlossen worden der 1. Oktober 2022. Künftig soll die Minijob-Grenze an die Höhe des Mindestlohns gekoppelt werden. Das entsprechende Gesetz am 3. Juni 2022 vom Bundestag beschlossen.

Was ist ein Minijob?

Laut Definition der Arbeitsagentur ist ein Minijob, eine geringfügige Beschäftigung mit derzeit höchstens 450 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr.

Wieviele Stunden muss man für 450 bzw. 520 Euro arbeiten?

Wieviele Stunden ich im Rahmen eines Minijobs arbeiten muss, richtet sich an der Höhe des gezahlten Stundenlohnes. Dieser muss auf jeden Fall dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn entsprechen. Derzeit werden hier 9,82 Euro pro Stunde gezahlt. Die Rechnung für die Arbeitsstunden sieht dann wie folgt aus. Die 450 Euro werden durch den aktuellen Stundenlohn 9,82 Euro dividiert und herauskommt die aktuelle monatliche Arbeitszeit von 45,82 Stunden. Klettert zum 1. Juli 2022 der Mindestlohn auf 10,45 Euro, müssen Minijobber dann für das gleiche Geld „nur“ noch 43,06 Stunden pro Monat arbeiten. Liegt der gezahlte Stundenlohn über dem Mindestlohn, reduziert sich die Arbeitszeit weiter.