Lützerath aktuell: Polizei beginnt mit der Räumung des Dorfes – Klimaschützer wehren sich

Polizisten stehen am Rande des besetzten Braunkohleorts Lützerath . Die Räumung beginnt heute.
Rolf Vennenbernd/dpaWas wird heute in Lützerath passieren? Diese Frage besorgt aktuell viele Bürgerinnen und Bürger. Die Klimademonstranten, die das Dorf Lützerath besetzen, stehen der Polizei gegenüber, die den Auftrag hat, das Gebiet zu räumen. Der Energiekonzern RWE will den neben Lützerath benachbarten Tagebau Garzweiler ausdehnen und die unter dem Ort liegende Kohle abbauen, wozu das von den früheren Bewohnerinnen und Bewohnern verlassene Dorf abgerissen werden muss.
Das kleine Dorf ist in den vergangenen Wochen und Monaten zu einem Symbol geworden: Klimaschützer auf der einen Seite, die Energiekonzerne auf der anderen. Es ist auch ein Symbol für die gescheiterte 1,5-Grad-Politik der Regierung geworden.
Lützerath aktuell: Live-Berichterstattung aus ganz Deutschland
Ganz Deutschland schaut jetzt auf das kleine Dorf, das vor kurzem nur wenigen eine Begriff gewesen wäre. Fast alle Medien begleiten die Räumung, es gibt mehrere Livestreams, die das Geschehen aufzeichnen. Hier geht‘s zu allen Infos über die Live-Berichterstattung aus Lützerath.
Räumung hat begonnen: Hundertschaften, Pferde, Wasserwerfer im Einsatz
Die Räumung des Ortes in Lützerath hat begonnen. Zuvor hatte die Polizei den Ort umzingelt und Barrikaden abgebaut. Es waren Hundertschaften, Polizeipferde, Wasserwerfer aus ganz Deutschland vor Ort, um die Besetzer wegzuräumen. Die Klimaschützer wehren sich mit aller Kraft gegen die Räumung. Es kam schon zu Rangeleien, so ein Reporter der dpa vor Ort.
Lützerath Tripod: Was hat es damit auf sich?
Seit Tagen ist die Rede vom Lützerather Tripod, das von den Demonstranten genutzt wird. Dabei handelt es sich um große hölzerne Dreiecke, in denen die Demonstranten sich einhängen. Das bietet zum einen eine gute Sicht auf die Lage, zum anderen dienen die Tripods als weitere Barrikaden. Außerdem kommen die Polizisten schwerer an die Aktivisten heran.

Ein Aktivist sitzt auf einem sogenannten Tripod in der Ortsschaft Lützerath.
Federico Gambarini/dpa