Vulkanausbruch auf La Palma
: Flüge gestrichen – Flughafenbetrieb wegen Aschewolken eingestellt

Der Flugbetrieb nach La Palma wird eingestellt, alle Flüge gestrichen. Der Grund: Aschewolken nach dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel.
Von
Tobias Knaack mit AFP
Santa Cruz de la Palma
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Autos sind mit Asche bedeckt, nachdem der Vulkan Cumbre Vieja ausgebrochen ist. Wegen großer Mengen Vulkanasche war der kommerzielle Flugverkehr mit der spanischen Kanareninsel La Palma am 25. September weiterhin unterbrochen. Der Vulkanausbruch zwang bereits Tausende Menschen zur Evakuierung.

Emilio Morenatti/DPA

Die Lage auf La Palma spitzt sich nach dem Vulkanausbruch weiter zu: Angesichts der Aschewolken durch die Eruption des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma ist der Betrieb am Flughafen auf der Kanaren-Insel eingestellt worden. Wie die Betreibergesellschaft Aena mitteilte, wurde am Airport mit den Reinigungsarbeiten begonnen. Allerdings könne sich die Situation jeden Moment ändern, hieß es.

Am Freitag war der Betrieb des Flughafens bereits beeinträchtigt worden, indem sieben Flüge gestrichen wurden. Der Cumbre Vieja war am vergangenen Sonntag erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Nach Angaben des kanarischen Vulkanforschungsinstituts Involcan könnten die Eruptionen noch drei bis zwölf Wochen andauern. Die Kanaren und damit auch La Palma waren im Sommer zudem zwischenzeitlich schwer von der vierten Corona-Welle getroffen.

Vulkanausbruch auf La Palma: Weitere Evaluierungen in El Paso

Die Behörden hatten am Freitag weitere Evakuierungen für Teile der Ortschaft El Paso angeordnet, nachdem zuvor bereits mehr als 6000 Menschen ihre Häuser verlassen hatten. Hunderte Häuser und weite Landstriche wurden durch die Lava zerstört. Die regionalen Behörden schätzen den Schaden bereits jetzt auf weit mehr als 400 Millionen Euro.

Die Kanaren, zu denen auch die beliebten Ferieninseln Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote gehören, sind vulkanischen Ursprungs. Der Cumbre Vieja galt als schlafender Vulkan.