Eine Hitzewelle jagt die nächste, und kein Ende in Sicht: In Spanien geben die Temperaturen seit Wochen nicht nach. Mancherorts gibt es Temperaturen bis zu 45 Grad. Die Dürre hat Konsequenzen, auch für Urlauber, die sich vielleicht auf die Wärme freuen.
  • Dürre: Wo herrscht aktuell Wassermangel?
  • Wie wird das Wetter in Spanien in den kommenden Tagen?
  • Gibt es Wassersparmaßnahmen, die Touristen beachten müssen?

Wetter in Spanien aktuell: Wo wird es besonders heiß?

Im Juni hat Spanien bereits eine Hitzewelle erlebt, mit Temperaturen über 40 Grad. Jetzt rollt vom afrikanischen Kontinent erneut eine Hitzewelle auf das südeuropäische Land zu. Seit Samstag, 9. Juli bis mindestens Donnerstag, 14. Juli 2022 werden jeden Tag Temperaturen über 40 Grad prognostiziert. Am Sonntag messten die Behörden in Sevilla im Süden des Landes 43 Grad. Das war die heißeste Temperatur in dem Land an diesem Tag. In Cordoba oder Extremadura könnten in diesen Tag 44 Grad erreicht werden.

Dürre in Südeuropa: Wassermangel in Spanien

In Spanien herrscht bereits jetzt Wassermangel, weil die Trockenheit die Pegel vieler Stauseen sinken lässt. Die Stauseen inzwischen noch zu durchschnittlich 46 Prozent gefüllt - der niedrigste Stand seit Beginn der Erfassung vor 17 Jahren, berichtete die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf das Ministerium für Ökologischen Wandel in Madrid.
Man rechne damit, dass das Niveau bis September weiter zurückgehe. Erst im Herbst sei eine Erholung zu erwarten. Es gebe allerdings zum Teil große regionale Unterschiede. In einigen Regionen lägen die Pegelstände sogar über dem langjährigen Schnitt. Schlimm sei die Lage aber derzeit im Guadalquivir-Becken im Süden sowie im Guadiana-Becken im Zentrum und Südwesten Spaniens.
Trinkwasser-Rationierungen würden vorerst nicht erwogen, schrieb „La Vanguardia“ unter Berufung auf die Behörden. Der Wassermangel ziehe aber bereits die Land- und Viehwirtschaft, die Flussschifffahrt und den Tourismus in Mitleidenschaft, berichtete der staatliche spanische Fernsehsender RTVE. Einige Kommunen und Ferienhausbesitzer hätten ihre Schwimmbecken nicht gefüllt, um freiwillig Wasser zu sparen.
Nach Angaben der spanischen Regierung sind von Januar bis Anfang Juli mehr als 70.300 Hektar Wald in Flammen aufgegangen. Das ist fast doppelt so viel wie im Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren.

Hitze und Wassermangel: Das müssen Urlauber wissen

In Spanien ist aktuell die Lage noch nicht so ernst wie in Italien. Dort wurde bereits der Notstand ausgerufen. Aber auch Spanien könnte in den kommenden Wochen Trinkwasser rationieren. So werden in Italien aktuell Brunnen abgeschaltet, teilweise dürfen die Menschen das Trinkwasser nur für ganz bestimmte Zwecke nutzen. Urlauber sollten sich im klaren sein, dass Wasser in Spanien gerade ein kostbares Gut ist.
Was die Hitze betrifft, sollten Reisende besonders vorsichtig sein. Temperaturen von 40 bis 45 Grad sind gefährlich, auch für Personen, die gesund sind. Hier die wichtigsten Punkte zum Umgang mit der Hitze:
  • Viel trinken, vor allem Leitungswasser
  • Im Schatten bleiben, nur zu Randzeiten (morgens und abends) rausgehen
  • Lieber kein Alkohol trinken - das entzieht dem Körper Flüssigkeit
  • kleinere, leichtere Mahlzeiten essen, um den Körper nicht zu überfordern
  • Leichte Kleidung tragen
  • auf körperliche Anstrengung verzichten