Langsam wird es mit der Zeit eng: Bis zum 31. Januar 2023 müssen alle Immobilienbesitzer in Deutschland ihre Grundsteuererklärung eingereicht haben. Wer die Steuererklärung jetzt noch nicht geschafft hat, fragt sich daher vielleicht, was eigentlich passiert, wenn man die Frist nicht einhalten kann. Die Antwort ist: Je nach Bundesland kann das unterschiedliche Konsequenzen haben.

Frist für die Grundsteuer: Verlängerung nach 31.01.

Ursprünglich galt für die Erklärung zur Grundsteuer der Abgabetermin 31.10.2022. Aufgrund vieler fehlender Erklärungen hat die Bundesregierung dann die Frist bis auf den 31.01.2023 verlängert. Dieser Termin rückt nun auch immer näher.
Wer absehen kann, dass er die Frist nicht einhalten kann, sollte so oder so einen Antrag auf Fristverlängerung stellen. Wer gute Gründe für die Verspätung hat, dem wird in der Regel die Fristverlängerung genehmigt.
Wenn man aber zum Stichtag die Erklärung noch nicht beim Finanzamt abgegeben hat, dann besteht zunächst in den meistens Bundesländern kein Grund zur Sorge. In 14 der 16 Bundesländer wird zunächst ein Erinnerungsschreiben verschickt, bevor schlimmeres passiert. Darin gibt es dann zunächst einen neuen Termin, bis wann man abgegeben haben muss. Nur in Hamburg und in Bayern wird man nicht an die Steuererklärung erinnert.

Verlängerung der Frist in Bayern: Nur mit Antrag

Wer in Bayern lebt und die Grundsteuererklärung zum 31. Januar 2023 nicht eingereicht hat, muss wahrscheinlich mit dem Verspätungszuschlag rechnen. In begründeten Einzelfällen ist es aber auch in Bayern möglich, eine Fristverlängerung zu bekommen. Das geht nur per Antrag – und hängt vom Ermessen der Behörden ab, ob sie die Verlängerung erlauben.

Strafen bei später Abgabe der Grundsteuererklärung

Lassen Immobilienbesitzer die Zeit zu lange verstreichen oder geben gar keine Grundsteuererklärung ab, dann kann es saftige Strafen geben. Zunächst wird in den meisten Bundesländern das Erinnerungsschreiben verschickt und das Zwangsgeld nur angedroht. Verstreicht aber auch diese Frist ohne Abgabe, wird es fällig: Zwischen 25 und 250 Euro werden dann verlangt. Mehr ist auch möglich, das Zwangsgeld darf nur nicht die 25.000 Euro überschreiten. Berechnet wird es so: 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer oder mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat kommen als Verspätungszuschlag drauf.
Wer überhaupt nie die Grundsteuererklärung abgibt, muss damit rechnen, dass die Grundsteuer vom Finanzamt dann geschätzt wird. Meistens entstehen dadurch erhebliche Nachteile für den Eigentümer, weil die Finanzämter grundsätzlich größer schätzen. Über die Schätzung werden Immobilienbesitzer informiert, im Schätzungsbescheid wird dann eine neue Frist genannt, bis zu der man die Grundsteuererklärung abgeben kann.

Grundsteuererklärung 2023: Alle Infos