Grippewelle, Corona, RSV: Die aktuelle Lage in Deutschland

Ein Fieberthermometer zeigt eine Körpertemperatur von 40,0 Grad nach der Messung bei einem mit Influenza infizierten sechsjährigen Kind an. Wie verbreitet sind Grippe, Corona und RSV aktuell?
Julian Stratenschulte/dpaAkute Atemwegserkrankungen bewegen sich in Deutschland derzeit insgesamt auf einem moderaten Niveau. Die Zahl der Arztbesuche und Hospitalisierungen liegt unter den Werten der Vorsaison. Dennoch zirkulieren weiterhin verschiedene Erreger parallel, insbesondere Influenza- und RSV-Viren. Hier gibt es den aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) für die 8. Kalenderwoche (16.2. bis 22.2.2026) zu Grippe, RSV und Covid-19-Erkrankungen zusammengefasst.
Grippewelle aktuell (Influenza)
Die Grippewelle dauert an, ihren Höhepunkt hat sie jedoch überschritten. Seit Beginn der Welle in der 48. Kalenderwoche 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener A(H1N1)pdm09-Viren. In der 8. Kalenderwoche entfielen 32 Prozent der im Sentinel nachgewiesenen respiratorischen Viren auf Influenza A, im stationären Bereich erhielten 30 Prozent der SARI-Patientinnen und -Patienten eine Influenza-Diagnose. Die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle sowie die Influenza-A-Viruslast im Abwasser gehen zurück.
RSV (Respiratorisches Synzytialvirus)
Die RSV-Welle hält weiterhin an, in einigen Systemen nimmt die Aktivität noch zu. In der 8. Kalenderwoche machten RSV 17 Prozent der im Sentinel identifizierten respiratorischen Viren aus. Bei schweren akuten Atemwegsinfektionen lag der Anteil der RSV-Diagnosen bei den SARI-Patientinnen und -Patienten bei 13 Prozent. Die gemeldeten RSV-Fälle sowie die RSV-Last im Abwasser blieben zuletzt stabil.
Corona (COVID-19 / SARS-CoV-2)
Die COVID-19-Fallzahlen gehen weiter zurück und die SARS-CoV-2-Last im Abwasser bleibt niedrig. Unter den zirkulierenden Varianten dominierte in der 6. Kalenderwoche 2026 die Linie NB.1.8.1 mit 58 Prozent, gefolgt von XFG mit 33 Prozent. Im stationären Bereich erhielten 1 % der SARI-Patientinnen und -Patienten eine COVID-19-Diagnose.
