Grippewelle, Corona, RSV
: Die aktuelle Krankheitslage in Deutschland

Der Höhepunkt der Grippewelle ist seit einigen Wochen überschritten. Während Influenza- und Corona-Zahlen sinken, hält die RSV-Welle weiter an.
Von
David Hahn
Berlin
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Grippewelle: 11.01.2026, Niedersachsen, Hannover: Ein Fieberthermometer zeigt eine Körpertemperatur von 40,3 Grad nach dem Messung bei einem mit Influenza infizierten sechsjährigen Kind an.  (zu dpa: «Grippewelle in Niedersachsen – Impfung ist noch sinnvoll») Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie verbreitet sind Grippe, Corona und RSV aktuell?

Julian Stratenschulte/dpa

Akute Atemwegserkrankungen sind in Deutschland derzeit weiter rückläufig. Die Zahl der Arztbesuche und Hospitalisierungen liegt in den vergangenen Wochen unter den Werten der Vorsaison. Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 10. KW 2026 deutlich zurück. Dennoch zirkulieren weiterhin verschiedene Erreger weiterhin, insbesondere RSV-Viren. Hier gibt es den aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) für die 10. Kalenderwoche (2.3. bis 8.3.2026) zu Grippe, RSV und Covid-19-Erkrankungen zusammengefasst.

Grippewelle aktuell (Influenza)

Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt seit einigen Wochen überschritten. Die Zahlen der Influenza-Fälle sind deutlich zurückgegangen. Seit Beginn der Welle in der 48. Kalenderwoche 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener A(H1N1)pdm09-Viren. In der 10. Kalenderwoche entfielen 19 Prozent der im Sentinel nachgewiesenen respiratorischen Viren auf Influenza A, im stationären Bereich erhielten 14 Prozent der SARI-Patientinnen und -Patienten eine Influenza-Diagnose. Die Influenza-A-Viruslast im Abwasser ging weiter zurück.

RSV (Respiratorisches Synzytialvirus)

Die RSV-Welle hält laut RKI weiterhin an. In der 10. Kalenderwoche machten RSV 20 Prozent der im Sentinel identifizierten respiratorischen Viren aus. Bei schweren akuten Atemwegsinfektionen lag der Anteil der RSV-Diagnosen bei den SARI-Patientinnen und -Patienten im stationären Bereich bei 21 Prozent. Die gemeldeten RSV-Fälle sind gesunken. Der Rückgang der RSV-Last im Abwasser, der sich zuletzt zeigte, hat sich zuletzt nicht weiter fortgesetzt.

Corona (COVID-19 / SARS-CoV-2)

Die COVID-19-Fallzahlen gingen weiter zurück und die SARS-CoV-2-Last im Abwasser blieb niedrig. Unter den zirkulierenden Varianten dominierte in der 7. und 8. Kalenderwoche 2026 die Linie NB.1.8.1 mit 62 Prozent, gefolgt von XFG mit 24 Prozent. Im stationären Bereich erhielten 1 % der SARI-Patientinnen und -Patienten eine COVID-19-Diagnose.