• Tief Peter hat Bayern und Baden-Württemberg am Wochenende Regen und Unwetter.
  • Im Westen Bayerns und an den Alpen gab es teils schwere Gewitter vorausgesagt.
  • In Baden-Württemberg war vor allem die Landeshauptstadt Stuttgart betroffen.
  • Am Freitag starb ein Mann in Stuttgart, als ein Gerüst in einer Baustelle umstürzte
Die sonnigen, warmen Tage sind vorerst vorbei. Tief Peter bestimmt am Wochenende das Wetter im Süden und hat Regenschauer, Gewitter und Hagel im Gepäck. Das Wochenende wird unbeständig. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat erste Unwetterwarnungen für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg herausgegeben. Am Samstag aktualisierte der DWD auf seiner Homepage und schrieb, dass es„ab dem Vormittag bevorzugt in einem von Nordwestdeutschland bis nach Ostbayern bzw. Westsachsen reichenden Korridor sowie in den mittleren Landesteilen erneut auflebende Gewittertätigkeit“ geben könne.
Dabei sei auch mit kräftigen Gewittern mit Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, Hagel und stürmischen Böen oder Sturmböen zu rechnen. Zudem bestehe „Unwettergefahr vor allem durch (extremen) Starkregen sowie größere Hagelansammlungen“. Im Südwesten aber soll es „voraussichtlich weniger Gewitter“ geben und im Nordosten komplett gewitterfrei bleiben. In der Nacht zum Sonntag weitere, nur allmählich abklingende Gewitter. Anfangs noch mit Unwetterpotenzial.

Hagel und Regen: So ist das Wetter für Bayern angekündigt

Während im Osten Bayerns vorerst noch trockenere Luft vorherrschend bleibt, sickert im Westen feuchtwarme und labil geschichtete Luft ein. Deshalb kommt es bereits am Freitag (04.06.2021) in der Westhälfte Bayerns und an den Alpen zu einzelnen, zum Teil schweren Gewitter. Lokal sind Unwetter durch Starkregen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Daneben drohen Hagelschauer und Sturmböen von bis zu 75 km/h. Regional seien auch Sturzfluten und Schlammlawinen möglich, berichtet der Merkur.
In der Nacht zum Samstag nimmt das Gewitterrisiko ab, teilweise kann es aber noch zu Starkregen kommen. Der Samstag sieht dann ganz ähnlich aus. Der DWD gibt auch für diesen Tag eine Unwetterwarnung für Teile Bayerns aus. Es kann aber im ganzen Land zu örtliche Gewitter mit Starkregen und Hagelschauern kommen. Am Sonntag konzentriert sich das Gewitter- und Starkregenrisiko auf die Mitte und den Südosten Deutschlands.

Gewitter, Regen, Unwetter: So ist das Wetter in Baden-Württemberg angekündigt

Auch Baden-Württemberg steht ein unbeständiges Wochenende bevor. Am Freitag, 4. Juni, drohen im Tagesverlauf zunehmend Gewitter mit Starkregen von bis zu 25 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Im Norden und Osten des Bundeslandes ist mit Unwettern zu rechnen. Auch hier kann es zu Starkregen mit bis zu 40 Litern, Hagelschauern und Sturmböen bis zu 70 km/h kommen. Der DWD warnt zudem vor einzelnen, punktuellen extrem heftigen Starkregenfällen.
Das schlechte Wetter lässt in der Nacht nach. Am Samstag können ab dem Nachmittag wieder Gewitter auftreten. Regen zwischen 30 und 60 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden ist zu erwarten. Auch am Sonntag bleibt die örtliche Gewittergefahr bestehen.

Starkregen in Stuttgart am Samstag: Gebiet am Hauptbahnhof überschwemmt

Aufgrund von Starkregen ist am Samstagabend der Bereich um den Hauptbahnhof in Stuttgart überschwemmt worden. Das Wasser stand zeitweise bis zu 30 Zentimeter hoch, wie ein Sprecher der Polizei am frühen Sonntagmorgen mitteilte. Das Wasser konnte demnach unter anderem aufgrund verstopfter Gullys nicht schnell genug ablaufen. Die Polizei sperrte eine Spur der Schillerstraße für etwa eine Stunde ab.
Die überflutete Schillerstraße in Stuttgart am Samstagabend. Unwetter mit Starkregen waren am Samstag über Baden-Württemberg und Bayern hinweggezogen.
Die überflutete Schillerstraße in Stuttgart am Samstagabend. Unwetter mit Starkregen waren am Samstag über Baden-Württemberg und Bayern hinweggezogen.
© Foto: Andreas Rosar/DPA

Unwetter in Baden-Württemberg und Bayern: Gerüst stürzt am Freitag um - drei Verletzte, ein Toter

Ein Toter in Stuttgart, ein schwerstverletztes Kind nach einem Blitz in Düsseldorf: Deutschland - insbesondere Baden-Württemberg, NRW und Hessen - ist am Freitag von schweren Unwettern heimgesucht worden. Mit Sturmböen und heftigem Regen waren einem Bericht der Nachrichtenagentur am Freitagabend im Westen Deutschlands ganze Hundertschaften an Einsatzkräften beschäftigt.

Unwetter in Bayern: Viele Unfälle bei Kelheim und Landshut, Strommast in Dingolfing fängt Feuer

Aufgrund von Starkregen und Gewitter ist es am Samstag in weiten Teilen Niederbayerns zu Autounfällen, überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern gekommen. Nach Angaben der Polizei wurde der Großteil der rund 20 Einsätze im Bereich Kelheim und Landshut verzeichnet. Mehrere Fahrzeuge gerieten auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, einige kamen von der Straße ab oder krachten gegen Leitplanken. Mindestens eine Person wurde dabei leicht verletzt, wie die Polizei am späten Samstagabend mitteilte.
Im Landkreis Dingolfing fing ein Strommast Feuer, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen war. Verletzt wurde dabei niemand.