Fußball Corona
: Spenden-Initiative #WeKickCorona: Fußball-Stars Goretzka und Kimmich zeigen Solidarität

Die Fußballer Leon Goretzka und Joshua Kimmich gründen die Spendeninitiative „We Kick Corona“, um soziale Einrichtungen zu unterstützen.
Von
Emily Bader
Ulm
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„We Kick Corona“ - Joshua Kimmich und Leon Goretzka engagieren sich in Zeiten des Coronavirus für soziale Einrichtungen.

Capri23auto, Pixabay

Mit der Spendeninitiative „We Kick Corona„ setzen die Profifußballer Leon Goretzka und Joshua Kimmich ein Zeichen der Solidarität und helfen denjenigen, die anderen helfen. Was sind die Beweggründe hinter der Aktion? Und wer genau kann von den Fördermitteln profitieren?

Worum geht es bei „We Kick Corona“?

Mit einer Eigenbeteiligung von einer Million Euro riefen die beiden Fußballer eine Onlineplattform zur Hilfe in der Coronakrise ins Leben. Mit der Initiative „We Kick Corona“ soll karitativen, sozialen oder medizinischen Einrichtungen geholfen werden, die aufgrund der Pandemie auf sofortige Hilfe angewiesen sind.

Profifußballer übernehmen Verantwortung

„Als Profifußballer führen wir ein gesundes und privilegiertes Leben. Daher sehen wir uns in dieser schwierigen Zeit verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen. Geben und gegenseitig helfen ist für uns in dieser Zeit das Gebot der Stunde“, schreiben Goretzka und Kimmich auf der Website zur Initiative. Und weiter: „Nur gemeinsam können wir unseren Teil zur Gesundung der Gesellschaft beitragen.“

Wie und wem wird geholfen?

„We Kick Corona“ ist demnach explizit darauf ausgerichtet, konkrete Hilfe vor Ort zu leisten. Unterstützt würden karitative Vereine und soziale Einrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Von Tafeln über Krankenhäuser bis hin zur lokalen Obdachlosenhilfe oder Blutspendedienste - die Spendengelder kämen allen zugute, die „jetzt auf sofortige Hilfe angewiesen sind“.

Jede karitative oder soziale Einrichtung kann Unterstützung beantragen. Alle Anträge sollen innerhalb von zehn Tagen geprüft werden. Werden die Anträge bewilligt, nimmt die Initiative direkten Kontakt zu den Antragstellern auf. Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Antragstellung keine Antwort eingeht, bedeutet dies, dass die Anfrage nicht berücksichtigt werden kann. Private Initiativen oder kommerzielle Anbieter sind von der Unterstützung ausgeschlossen.

Wie werden die Spendengelder gesammelt?

Wer sich an der Initiative beteiligen möchte, kann direkt Geld auf ein auf der Website aufgeführtes Konto überweisen. Aber nicht nur Privatpersonen unterstützen die Aktion. Neben den beiden Initiatoren ist auch eine Reihe weiterer Profifußballer wie zum Beispiel Mats Hummels oder Giulia Gwinn unter den Spendern. Aber auch der Musiker Johannes Oerding oder der SchauspielerFlorian David Fitz nutzen ihre Reichweite, um die Initiative zu unterstützen.

Außerdem hat die Aktion zusammen mit Nike eine limitierte #wekickcorona-Kollektion auf den Markt gebracht. Diese besteht aus einem Trikot, einem Hoodie und einem T-Shirt für Erwachsene sowie für Kinder. Der komplette Umsatz der Kollektionsartikel fließt in die Spendeninitiative, heißt es. „Über die Idee, die Initiative bei der Umsetzung zu unterstützen und mit unseren Ressourcen das Herzensprojekt von Leon und Joshua weiter vorantreiben zu können, mussten wir nicht lange nachdenken.“, so der Partner 11teamsports, welcher die Kollektion vertreibt.

Eine besondere Gelegenheit, Spendengelder zu sammeln ergab sich für die Initiatoren Kimmich und Goretzka vergangene Woche in einer Sondersendung der Quizshow „Wer wird Millionär„, die am Montag ausgestrahlt wurde. Fünf Profifußballer, sowie der DFB-Chef Christian Bierhoff stellten in der Sendung ihr Wissen auf den Prüfstand und erspielten Geld für einen guten Zweck. Goretzka und Kimmich gewannen 64.000 Euro. Die Hälfte des Geldes geht an ihre selbst initiierte Spendenaktion.

Mehr als fünf Millionen Euro für den guten Zweck

Mehr als fünf Millionen Euro konnten bisher an soziale Einrichtungen gespendet werden. Alle Vereine, die bisher von den Spendengeldern profitiert haben, sind auf der Website der Initiative aufgeführt.