Silvester in Ulm/Neu-Ulm: Die schönsten Spots fürs Feuerwerk – mit Tipps von Fotografen

Dieses spektakuläre Foto vom Silvesterfeuerwerk hat swp-Leser Jürgen Bügelsteiber am Jahreswechsel 2022/23 an der Wilhelmsburg aufgenommen.
Jürgen Bügelsteiber- Top Spots für Silvesterfeuerwerk in Ulm: Münsterplatz, Wilhelmshöhe, Neu-Ulmer Donauufer, Ulmer Brücken, Wilhelmsburg, Eselsberg, Kienlesbergbastion.
- Münsterplatz: Historischer Kirchturm, Vorsicht vor Krawallmachern.
- Wilhelmshöhe: Aussichtspunkt abends gesperrt.
- Vorsicht: Brücken sind zugig.
- Tipps für gute Fotos: Stativ, Akku laden, vorher umschauen.
- Hobbyfotografen gesucht für Silvester 2024/2025.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Lärm soll böse Geister vertreiben, die Lichtblitze erinnern an historische Silvesterfeuer . Nach oben gereckte Köpfe, „Ahhhhs“ und „Ohhhhs“, Glitzern, Funkeln und Knallen. Passiert dies auch noch vor einer schönen Kulisse – umso besser! Und in Ulm gibt es eine Menge wundervoller Stadtansichten, die mit Feuerwerk noch besser in Szene gesetzt werden. Doch von wo kann man das Feuerwerk am 31. Dezember in Ulm besonders gut bestaunen und vielleicht auch besonders schöne Fotos machen? Hier ein paar Tipps, auch von Profis.
1. Münsterplatz
Ganz klar, der Münsterplatz mit dem (noch) höchsten Kirchturm der Welt bietet eine tolle Kulisse und ist begehrtes Fotomotiv. Auch in der Silvesternacht. Das weiß auch Lars Schwerdtfeger, Fotograf der Südwest Presse. Er hat in den vergangenen Jahren oft über den Jahreswechsel gearbeitet und musste dann für die Zeitung ein ansprechendes Foto liefern. Sein Lieblingsfoto ist vom Maritim-Hotel aus geschossen. Dort kann aber nicht jeder hin.

swp-Fotograf Lars Schwerdtfeger hat Profi-Tipps fürs Silvesterfeuerwerk.
Lars SchwerdtfegerAber auch am Münsterplatz hat der Profi schon tolle Feuerwerk-Bilder gemacht. Allerdings weiß Schwerdtfeger auch: „Der Münsterplatz an Silvester ist Krieg!“ Denn dort treffen sich eben nicht nur friedliche Feiernde, sondern auch immer wieder Krawallmacher, meist in Form von jungen männlichen Erwachsenen. Da wird dann lautstark Party gemacht, was ja ok sei, so der Fotograf. Aber wenn gezielt Böller auf Menschen geworfen würden, höre der Spaß auf. „Der krasseste Fall war einmal, dass einer eine Gaspistole auf mich gerichtet hatte.“ Für Schreckschuss- oder Gaspistolen gibt es spezielle Signalmunition, die die Besitzer gern statt Raketen und Böller abfeuern - an Silvester auch mal auf dem Münsterplatz. Allerdings, so Kathrin von Freyberg von den Ulmer Bürgerdiensten, ist das nur auf Privatgrund, sprich: im eigenen Garten, erlaubt. Auf öffentlichen Flächen dürfen solche Waffen nicht abgefeuert werden. Und das nicht erst seit der Einführung der Waffenverbotszone.
2. Wilhelmshöhe
Das Münster mit Feuerwerk ist ein begehrtes Fotomotiv. Damit sowohl die Kirche als auch die Pyrotechnik auf dem Bild gut sichtbar sind, darf man nicht zu nah, aber auch nicht zu weit weg sein vom Geschehen. Die Wilhelmshöhe war dafür lange Zeit ein Geheimtipp. Altstadt und Münster liegen dort im Blickfeld. Allerdings ist der Aussichtspunkt seit einigen Jahren abends, von 22 bis 6 Uhr, gesperrt. Dies gilt laut einer Sprecherin der Stadt Ulm auch für die Silvesternacht!
3. Neu-Ulmer Donauufer
Ebenfalls mit Münsterblick, bietet sich das Neu-Ulmer Donauufer für eine tolle Sicht aufs Silvester-Feuerwerk an. Entlang des kompletten Geh- und Radwegs gibt es genügend Platz, um sich hinzustellen oder es sich gar auf einer Decke gemütlich zu machen. Je nach Wetterlage könnte hier allerdings die Sicht durch den Ulm-typischen Nebel getrübt sein.
4. Die Ulmer Brücken
Die Eisenbahnbrücke oder die Herdbrücke verbinden die beiden Städte. Mitten auf der Donau stehend kann man das Feuerwerk und die Lichtreflexionen im Wasser genießen, dazu das Panorama der beiden Städte Ulm und Neu-Ulm mit ihren Türmen und markanten Gebäuden. Insbesondere von der Eisenbahnbrücke auf Höhe des Kobelgrabens aus dürfte es um Mitternacht einen tolles Panorama geben. Von der Herdbrücke aus fällt der Blick auf Ulmer Seite auf die Stadtmauer mit ihren malerischen Giebelhäusern und dem Metzgerturm, auf Neu-Ulmer Seite sieht man Donaucenter sowie Sparkassenbau und Schwal. Achtung, auf den Brücken ist es immer ziemlich zugig – deshalb unbedingt warm einpacken!
Tipps: So gelingt ein gutes Feuerwerk-Foto
- Vorher umschauen. Was vor einem Jahr ein guter Foto-Spot war, ist es dieses Jahr nicht automatisch wieder. Baukräne oder Neubauten können Bilder verändern.
- Üben. Fotos im Dunklen wollen geübt sein: Welche Brennweite brauche ich, wie stelle ich die Blende ein, ist der Blitz aus, wie komme ich mit manuellem Fokus statt Autofokus klar?
- Akku laden, genug Speicherplatz freiräumen. Egal, ob Profikamera oder Smartphone: Gute Vorbereitung ist alles. Da in der Kälte Akkus schneller entladen, besser einen Ersatzakku oder eine Powerbank mitnehmen.
- Stativ einpacken. Da Fotos im Dunkeln eine längere Belichtungszeit brauchen, sollte die Kamera nicht freihändig bedient werden. Zwar haben viele Geräte, vor allem auch Smartphones, Bildstabilisatoren. Doch mit Stativ verwackelt sicher nichts!
5. Die Wilhelmsburg
Eine gute Sicht von oben bietet die Wilhelmsburg. Entweder von der Fläche unterhalb des König-Wilhelm-Turms, auch als Rapunzelturm bekannt. Oder vom Aussichtspunkt östlich der Burg. Hier gibt es über das Wohngebiet und die Brauerei Gold Ochsen hinweg einen tollen Münsterblick. Auch swp-Leser Jürgen Bügelsteiber ist gerne zum Fotografieren rund um die Wilhelmsburg unterwegs, auch wenn er sein spektakulärstes Bild des Jahres vermutlich schon im Sommer von Pfuhl aus aufgenommen hat: Ihm gelang ein Foto des Kometen Tsuchinshan-Atlas über dem Ulmer Münster. An den Jahreswechsel 2022/2023 erinnert er sich noch gut, hier gelangen ihm tolle Aufnahmen vom Silvesterfeuerwerk. „Damals haben die Leute geböllert wie verrückt, weil es davor zwei Jahre wegen Corona verboten war. Und das Wetter war optimal: Es war sehr warm, deshalb gab es nicht so viel Dunst und die Bilder sind sehr klar geworden.“

Silvesterfeuerwerk in Ulm, aufgenommen von der Wilhelmsburg.
Jürgen BügelsteiberBügelsteibers Erfahrung nach sollten sich Hobbyfotografen an Silvester rechtzeitig in Stellung bringen. „Eine Dreiviertelstunde vorher sollte man schon einplanen, damit man möglichst weit vorne stehen kann. An den beliebten Fotospots ist immer einiges los.“ Ob er auch dieses Jahr an Silvester loszieht, weiß er noch nicht. „Ich bin bei einer Party, es kommt darauf an, ob ich nach Feiern und Trinken noch Lust habe.“ Oder ob seine Frau Nadja noch Lust hat, denn die ist oft die treibende Kraft hinter seinen Fotos: „Wie beim Kometen im Sommer. Meine Frau sagt, was ich fotografieren soll, und ich mache es dann.“ Er sei „Hobbyfotograf mit Profikamera“, sagt Bügelsteiber.
6. Eselsberg
Der Eselsberg ist generell bekannt für seine tollen Panoramablicke auf die Ulmer City. Etwa vom Panoramaweg aus oder auch aus der Straßenbahn-Linie 2 heraus, die den steilen Mähringer Weg hinauf- und hinunterfährt. Wer von hier aus allerdings auch an Silvester auf tolle Fotos mit Münsterblick hofft, wird vermutlich enttäuscht. „Je weiter weg man vom Geschehen ist, umso höher ist der Effekt von Nebel oder Rauch“, erklärt Fotoprofi Lars Schwerdtfeger. Sprich: Jede Rakete, die ihren Feinstaub zwischen Linse und Münster legt, verschlechtert die Sicht.
Allerdings blüht dem Eselsberg ein Feuerwerkspektakel der anderen Art. Denn im Science Park läuft in diesem Jahr der Winterzauber der Gastronomen Michael Freudenberg und Oliver Loser. Und das Event wird sein eigenes Silvesterfeuerwerk zünden, von dem auch viele Bewohner des Eselsbergs etwas haben werden. „Wir sind bekannt für unser Feuerwerk“, sagt denn auch Wirt Michael Freudenberg nicht ohne Stolz. „Dafür haben wir einen Profi-Feuerwerker engagiert.“ Rund zehn Minuten soll das Spektakel gehen. „Wir sind ja oben auf dem Berg und werden zusätzlich zu unserem Feuerwerk auch einen tollen Blick auf das Feuerwerk in Blaustein haben“, ist sich der erfahrene Gastronom Michael Freudenberg sicher. Wie viel er für die Böllerei ausgibt, will er nicht verraten, nur so viel: „Das ist unverschämt teuer! Deshalb kosten die Tickets für die Party auch 20 Euro. Das Essen ist schon ausgebucht. Aber ich weiß, dass einige auch extra wegen des Feuerwerks kommen. Mir ist sogar zu Ohren gekommen, dass unser Feuerwerk sogar schon Mädels zum Heulen gebracht hat“, lacht er.
7. Profi-Tipp: Bei der Kienlesbergbastion
Und von wo aus hat man denn nun den perfekten Blick auf Ulm? Profifotograf Lars Schwerdtfeger verrät seinen Lieblingsplatz an Silvester: „Es gibt unterhalb der Kienlesbergbastion, neben dem Club Action, eine Grünfläche. Dort ist man nah genug an der Innenstadt, aber weit genug weg für den perfekten Blick.“
Wir suchen die schönsten Feuerwerk-Bilder
Hobbyfotografen aufgepasst! Wir suchen zum Jahreswechsel 2024/2025 die schönsten Bilder vom Silvesterfeuerwerk! Wer selbst an Silvester einen schönen Schnappschuss gemacht hat und ihn teilen will, schickt ihn an online-redation@swp.de!







