Komet über der Region: Perfekt erwischt! Ulmer Ehepaar erfolgreich auf Kometenjagd

Nadja Hoffmannova und Jürgen Bügelsteiber: Das Ulmer Ehepaar hat das perfekte Foto geschossen - von Pfuhl aus.
Jürgen Bügelsteiber- Ulmer Ehepaar fotografiert Komet über dem Ulmer Münster.
- Foto entstand in Pfuhl nach erfolglosem Versuch in Ermingen.
- Komet Tsuchinshan-Atlas gut sichtbar, langer Schweif.
- Hobbyfotograf Jürgen Bügelsteiber von Frau Nadja angesteckt.
- Weitere Kometensichtungen möglicherweise Ende des Monats.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Meine Frau will immer, dass ich Kometen hinterherrenne“, scherzt Jürgen Bügelsteiber. Mit seiner Frau Nadja Hoffmannova wohnt er in Ulm und fährt für ein gutes Astro-Foto auch gerne mal durch das Ulmer Umland. Ob ihn seine Astronomie-begeisterte Frau mittlerweile mit ihrem Interesse angesteckt hat? Definitiv. Und jetzt, am Montag, ist dem Ehepaar ein Volltreffer gelungen: beim Tsuchinshan-Atlas.
Seine Frau wisse immer, wann und wo wieder ein Ereignis am Himmel zu sehen ist und er selbst bezeichnet sich als „Hobbyfotograf mit professioneller Kamera“. Schon im Sommer 2020 waren Bügelsteiber und seine Frau gemeinsam unterwegs, um den Kometen Neowise zu sehen und zu fotografieren. Der Komet, der nun vier Jahre später zu sehen war, ist zwar weiter entfernt als der Neowise es damals war, berichtet Bügelsteiber, aber dafür deutlich größer und daher mit dem bloßen Auge auch gut sichtbar.
Glückstreffer nach erfolglosem Start
Ein bisschen Glück war bei der Jagd nach dem Tsuchinshan-Atlas aber doch dabei. Denn nach einem erfolglosen Versuch am Freitag in Ermingen, versuchten sie es am Sonntag erneut – aber leider zu früh. Eigentlich hieß es, der Komet sei am Wochenende kurz nach Sonnenuntergang sichtbar. Deshalb brach das Ehepaar ihren Ausflug auch am Sonntag um 19.15 Uhr enttäuscht ab und fuhr nach Hause. Als sie dann aus der Tiefgarage in Ulm auf die Straße traten, habe Bügelsteiber noch mit seiner Frau gescherzt: „Witzig wäre es ja schon, wenn wir ihn jetzt am Himmel sehen.“ Und da war er tatsächlich! „Meine Frau hatte keine Brille auf und hat ihn gar nicht gesehen“, sagt der Ulmer und lacht. Außerdem gelang ihm trotz professioneller Kamera aus dem Stand, mit der bloßen Hand kein gutes Foto.
Münsterbild aus Pfuhl geschossen
„Am Montag sind wir dann nach der Arbeit gleich wieder losgefahren, diesmal nach Pfuhl.“ Am Kapellenberg in Richtung der Felder errechneten sich Nadja Hoffmannova und Jürgen Bügelsteiber nämlich gute Chancen, den Kometen Richtung Westen genau über dem Ulmer Münster zu erwischen „und das Wetter stimmte auch“. Diesmal warteten sie also länger. Ab 19.21 Uhr sei der Komet dann mit dem bloßen Auge für etwa eine Stunde lang sehr gut sichtbar gewesen, berichtet Bügelsteiber begeistert. „Der Tsuchinshan-Atlas hatte einen wahnsinnig langen Schweif, fast über den ganzen Himmel“, schwärmt er vom Spektakel am Montagabend.

Vom Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl aus beobachtet, strahlt der Komet mit dem Ulmer Münster um die Wette.
Jürgen Bügelsteiber, Nadja HoffmannovaOb die Kometenjagd die Tage danach noch weiter ging? „Gestern war es nichts, heute auch nicht. Am Montag war eine der besten Nächte, obwohl das so nicht vorhergesagt war“, sagt der Ulmer. Aber der nächste Komet kommt bestimmt. Vielleicht sogar schon Ende des Monats, habe seine Frau herausgefunden – „vorausgesetzt er übersteht das Vorbeiziehen an der Sonne“.

Jürgen Bügelsteiber: „Der Komet hat einen extrem langen Schweif, das ist Wahnsinn“.
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