• Die Bundesregierung unterstützt finanziell weiter Unternehmen und Selbstständige, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind.
  • Mit der Dezemberhilfe sollen Betrieb unterstützt werden, die im Lockdown schließen mussten.
  • Die Überbrückungshilfe III soll allgemein Firmen und Selbständigen in diesem Jahr helfen.
  • Wie kann man Dezemberhilfe beantragen?
  • Wer bekommt Dezemberhilfe?

Dezemberhilfe Corona: Das wichtigste in Kürze

  • Bund und Länder unterstützen die vom Teil-Lockdown betroffenen Betriebe mit finanziellen Hilfen.
  • Das Finanzvolumen der Dezemberhilfe wird sich voraussichtlich auf ca. 4,5 Milliarden Euro pro Woche der Förderung belaufen - also etwa 15 Milliarden.
  • Unternehmen und Selbstständige erhalten bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Dezember 2019.
  • Bisher sind Zuschüsse bis vier Millionen Euro für einzelne Firmen von der EU genehmigt.

Wer kann die Dezemberhilfe beantragen?

Laut Bundeswirtschaftministerium sind direkt von den Schließungen betroffene Unternehmen, indirekt betroffene und mittelbar indirekt betroffene Unternehmen entsprechend den Regelungen der Novemberhilfe antragsberechtigt. Firmen, die nicht unter diese Regelung fallen, können Überbrückungshilfe beantragen.

Wie hoch ist die Dezember Hilfe?

Ähnlich wir schon bei den Novemberhilfen werden erneut Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 bei der Dezemberhilfe gewährt. Laut europäischem Recht ist eine Förderung von insgesamt bis zu einer Million Euro ohne konkrete Nachweise eines Schadens erlaubt. Laut Wirtschaftsministerium kann diese Summe bei den allermeisten Firmen ausgezahlt werden. Außerdem wurden Zuschüsse zwischen einer und vier Millionen Euro nach der Bundesregelung Fixkostenhilfe von Brüssel genehmigt. Für Zuschüsse von über 4 Millionen Euro sind weitere Abstimmungen mit der Europäischen Kommission nötig.

Wie kann man die Dezember Hilfe beantragen?

  • Die Anträge für die Dezemberhilfe können aktuell noch nicht gestellt werden. Auf der Seite des Wirtschaftsministeriums hieß es, die Antragsstellung werde vorbereitet. Eine genauere zeitliche Aussage sei aber nicht möglich.
  • Der Antrag wird wie bei der Novemberhilfe über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder andere Dritte erfolgen.

Überbrückungshilfe Unternehmen: Finanzielle Hilfen werden verlängert

Damit sich Unternehmen generell auf finanzielle Hilfen einstellen können, werden auch die Überbrückungshilfen bis Sommer 2021 verlängert. Zusätzlich hat der Bund die Hilfe aufgestockt. Bisher konnten Firmen maximal 50.000 Euro pro Monat beantragen. Die neue Förderhöchstsumme bei der „Überbrückungshilfe III“ beträgt bis zu 200.000 Euro pro Monat. Im Bundeshaushalt 2021 sind für die Finanzhilfen insgesamt fast 40 Milliarden Euro eingeplant.

Wer kann Überbrückungshilfe beantragen?

Einen Antrag auf Überbrückungshilfe können alle Unternehmen mit maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland beantragen. Die Beschränkungen auf kleine und Mittlere Unternehmen entfällt also.
Zusätzlich dazu sind weiterhin Unternehmen antragsberechtigt, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe und/oder Dezemberhilfe hatten.
Diese Sonderfälle ausgenommen, gilt weiterhin eine Zugangsschwelle von 50 Prozent Umsatzrückgang für zwei aufeinanderfolgende Monate bzw. 30 Prozent seit April 2020.

Welche Kosten sind erstattungsfähig?

Die Liste der erstattungsfähogen Kosten wird im Vergleich zu den Novemberhilfen länger. Diese Kosten können nun erstattet werden:
  • Renovierungs- und Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro.
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für März bis Dezember 2020 Kosten, die durch Ausfälle entstanden sind, geltend machen.
  • Es werden Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen ermöglicht, um das Risiko von Veranstaltungsplanungen abfedern.

Neustarthilfe für Selbstständige

Geplant ist außerdem eine „Neustarthilfe“ für Soloselbstständige wie Künstler. Dabei soll es eine Betriebskostenpauschale von bis zu 5000 Euro geben. „Die Neustarthilfe ist damit gerade für viele Einzelkämpfer in der Kultur- und Medienbranche ein zentrales Unterstützungsangebot“, hieß es. Aus diesen Bereichen hatte es lange Kritik gegeben, Betroffene kämen bei den Hilfen bisher zu kurz.

FAQ Überbrückungshilfe III, Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Das Bundeswirtschaftsministerium hat alles wichtigen Fragen und Antworten zu den finanziellen Hilfen in der Corona-Pandemie in einem FAQ zusammengefasst.