Deutschlandticket 2025
: Schüler, Kinder und Familien – Was gilt es beim 58-Euro-Ticket zu beachten?

Seit 2023 kann man das Deutschlandticket nutzen. Welche Regeln gelten hier für Familien? Gibt es Ermäßigungen für Kinder?
Von
David Hahn
Berlin
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Deutschlandticket: ARCHIV - 03.04.2023, Hessen, Frankfurt/Main: Eine Hand hält ein Deutschlandticket. (zu dpa: «Einzelfahrt für 3,80 Euro - Bus und Bahn werden teurer») Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Welche Regeln gelten beim Deutschlandticket für Kinder und Familien? Alle Infos im Überblick.

Boris Roessler/dpa
  • Seit Mai 2023 nutzt man bundesweit das 58-Euro-Deutschlandticket für den Nahverkehr.
  • Kinder bis 5 Jahre fahren kostenlos, ab 6 Jahren brauchen sie ein eigenes Ticket.
  • Ermäßigungen für Kinder sind nicht einheitlich, abhängig vom Wohnort gibt es Unterschiede.
  • Regelungen für Schülerfahrkarten variieren zwischen Bundesländern und Landkreisen.
  • Bis Juni 2023 haben rund 11 Millionen Menschen ein Deutschlandticket gekauft.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit dem 01. Mai 2023 kann der öffentliche Nahverkehr mit dem Deutschlandticket bundesweit genutzt werden. Für Familien mit Kindern, die das 58-Euro-Ticket in Anspruch nehmen wollen, stellen sich einige Fragen:

  • Ab welchem Alter kann man das 58-Euro-Ticket nutzen?
  • Gibt es Ermäßigungen für Kinder?
  • Was passiert mit Schülerfahrkarten?
  • Was sollten Familien bei der Nutzung des Deutschlandtickets beachten?

Alle Infos im Überblick.

Deutschlandticket: Kann man Familienmitglieder umsonst mitnehmen?

Im Wesentlichen ist zu beachten: Im Gegensatz zu anderen Ticketangeboten besteht beim 58-Euro-Ticket keine Option zur Mitnahme. Dies schließt ebenfalls die eigene Familie aus. Das bedeutet, dass beispielsweise Kinder ihre eigene Fahrkarte benötigen, auch wenn die Eltern bereits im Besitz eines Deutschlandtickets sind.

58-Euro-Ticket für Kinder: Ab welchem Alter gilt das Deutschlandticket?

Nur eine Ausnahme ermöglicht die Mitnahme eigener Familienmitglieder mit dem 58-Euro-Ticket: Kinder bis einschließlich fünf Jahre dürfen in Deutschland grundsätzlich kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ab sechs Jahren benötigen dann aber auch Kinder ein eigenes Deutschlandticket oder einen anderen Fahrausweis.

Ist das 58-Euro-Ticket für Kinder günstiger?

Im Kontext des 58-Euro-Tickets existieren keine einheitlichen landesweiten Regelungen bezüglich Ermäßigungen für Kinder. Ab dem sechsten Lebensjahr beträgt der Preis für das Ticket grundsätzlich 58 Euro für alle Personen in Deutschland. Jedoch sind zum Beispiel für Schülerinnen und Schüler in einigen Fällen Ausnahmen vorgesehen.

58-Euro-Ticket für Schüler

Was passiert im Fall von Schülerinnen und Schülern, die bereits eine Schülerfahrkarte nutzen? Haben sie die Möglichkeit, auf das 58-Euro-Ticket umzusteigen? Die Antwort kann hier nicht pauschal gegeben werden. In Hamburg ist das Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler zum Beispiel kostenlos. In NRW werden bei der Rheinbahn dafür hingegen aktuell 38 Euro fällig. Es wird deutlich: Die Regelungen zum Thema Schülerfahrkarte und Deutschlandticket unterscheiden sich nicht nur zwischen den einzelnen Bundesländern, sondern teilweise auch auf Ebene der Landkreise. Es lohnt sich also, die Regeln am eigenen Wohnort zu überprüfen, um die Optionen abzuwägen. In den vielen Fällen muss die Hochstufung der Schülerfahrkarte zum 58-Euro-Ticket auch erst beantragt werden, auch hier sollte man sich also im Vorfeld informieren.

Wie viele Menschen nutzen das Deutschlandticket?

Der Verband der Verkehrsunternehmen meldete im Juni 2023, dass seit 1. Mai 2023 bis zu elf Millionen Menschen ein Deutschlandticket erworben haben. Der größte Anteil daran, nämlich etwa 46 Prozent, sind sogenannte Umsteiger aus bereits bestehenden Abonnements. Rund 44 Prozent sind Neuabonnentinnen und -abonnenten, die den ÖPNV vorher mit Einzelfahrscheinen oder Zeitkarten ohne Abo genutzt haben. Rund 8 Prozent sind Neukundinnen und -kunden, die den ÖPNV bislang in der Regel nicht genutzt haben. Etwa 2 Prozent der Befragten haben keine Angaben gemacht. Diese Statistik veröffentlichte die Bundesregierung am 27. Juni 2023.