Corona Zahlen Tuttlingen
: Super-Hotspot in Baden-Württemberg drohen schärfere Corona-Maßnahmen

Im Landkreis Tuttlingen ist die Zahl der Neuinfektion weiter hoch. Mittlerweile gehört der Kreis zu den Spitzenreitern im Südwesten. Nun droht dem Kreis eine Verschärfung der Corona-Regeln.
Von
Iris Simon
Tuttlingen
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27.11.2020, Bayern, Passau: Personen gehen durch die Passauer Innenstadt. Passau verhängt angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen. Foto: Lino Mirgeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Lino Mirgeler

Alle Informationen zur aktuellen Situation im Überblick

  • Wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland laut RKI-Angaben am Freitag?
  • Am 25.11. haben Bund und Länder weitere Corona-Beschlüsse bekannt gegeben.
  • Wer sich auch zu den Festtagen nicht an die Beschlüsse hält, riskiert empfindliche Strafen.
  • Das sind die Zahlen in Bezug auf Neuinfektionen, Inzidenz und Todesfälle in Tuttlingen am Freitag.

Der Landkreis Tuttlingen hat für den 27. November folgende Zahlen bekannt gegeben:

  • Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Beginn: 1925
  • Zahl der Neuinfektionen: 28
  • Davon aktive Fälle: 433
  • Zahl der Personen, die mit oder am Coronavirus gestorben sind: 40
  • 7-Tage-Inzidenz: 275

Nachdem der Landkreis Tuttlingen die Zahl der Neuinfektionen nicht in den Griff bekommt, drohen der Region und ihren Bewohnern härte Maßnahmen, etwa durch die Einführung eines Wechselunterrichts. In einer Pressemitteilung der Stadt erklärt Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck: „Die Zahlen gehen weiter durch die Decke, Tuttlingen und der ganze Landkreis gelten als Hotspot.“ Die bisherigen Appelle, persönliche Kontakte drastisch einzuschränken seien „leider nicht überall auf fruchtbaren Boden gefallen“. OB Beck mahnt weiter: „Die nach wie vor geltenden Zutrittsregeln wurden in der letzten Zeit immer lockerer gehandhabt, wenn wir eine Kehrtwende wollen, muss sich das ändern.“ Aus diesem Grund werde die Stadt nun vermehrt Super- und Baumärkte auf die Einhaltung der Corona-Auflagen überprüfen, ebenso soll die Landespolizei vermehrt öffentliche Plätze kontrollieren. Für ein besseres Durchgreifen beraten derzeit alle Bürgermeister des Kreises.

Corona Schule Tuttlingen: Droht nun der Wechselunterricht bis zu den Ferien?

Auf Landesebene wird derweil diskutiert ob der Einsatz eines Wechselunterrichts in Hotspot nötig sei. Davon wäre auch der Landkreis Tuttlingen betroffen. Dies kündigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach den Beratungen von Bund und Ländern zu neuen Corona-Maßnahmen am Donnerstag im Südwestrundfunk an. Im Landtag erklärte er, dass bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche zusätzliche Maßnahmen ab Jahrgangsstufe 8 getroffen werden sollen. Wie der Wechselunterricht konkret umgesetzt werden soll, blieb zunächst unklar. Nach den Daten des Landesgesundheitsamts vom Mittwoch wurde diese 200er-Grenze zuletzt in den Stadtkreisen Heilbronn, Mannheim, Pforzheim und im Landkreis Tuttlingen überschritten.

Der sogenannte Hybridunterricht wird auch nicht verpflichtend, sondern nur als Beispiel für etwaige Zusatzmaßnahmen bei starkem Infektionsgeschehen genannt. Über die Maßnahme solle weiterhin vor Ort und „schulspezifisch“ entschieden werden.