In Österreich wird nach einem neuen Corona-Rekord mit 1235 Neuinfektionen am Samstag über einen „Lockdown light“ diskutiert. In den ORF-Nachrichten sagte Innenpolitik-Chef Hans Bürger, dass sich in den Beratungen Beratungen der Regierung angeblich zwei Konzepte herauskristallisiert hätten: Demnach könnte es zu einem „weichen“ Lockdown für zwei bis drei Wochen ab dem 2. November oder ab dem 16. November kommen. Im Gespräch soll unter anderem eine Verlängerung der Herbstferien sein, zumindest in Bezirken, in denen die österreichische Corona-Ampel auf „Orange“ steht. Die Rede ist aber auch von Sperrstunden, möglichen Ausgangsbeschränkungen oder Schließungen in der Gastronomie. Auch in beliebten Urlaubsregionen wie Tirol und Vorarlberg, die derzeit als Risikogebiete gelten, hatten die Infektionszahlen zuletzt wieder zugenommen.

Wien

Österreichs Gesundheitsminister dementiert neuen Lockdown wortkarg

Dies alles wurde am Sonntag zwar im Fernsehen von Gesundheitsminister Rudolf Anschober dementiert. Er könne sich einen neuen Lockdown nicht vorstellen, so der grüne Politiker. Nur bei einem flächendeckenden Zusammenbruch des Gesundheitssystems wäre so etwas möglich. „Davon sind wir Gott sei Dank meilenweit entfernt“, sagte er. Allerdings weigerte er sich auch, über die Corona-Planungen der Regierung Auskunft zu geben. „Da würden wir die Bevölkerung absichtlich verwirren“, gab sich Anschober wenig transparent. Im Übrigen hatten sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz bei einem Gipfeltreffen in Bad Reichenhall im Prinzip darauf verständigt, möglichst auf Grenzschließungen wie im Frühjahr zu verzichten.