• Wie hoch sind die Corona-Zahlen, Inzidenz  und die Hospitalisierungsrate heute in Deutschland in der vierten Welle?
  • Die 7-Tages-Inzidenz sinkt am vierten Tag in Folge - Ist die vierte Welle bereits gebrochen?
  • Am Landgericht Wien beginnt heute der erste von vielen „Ischgl-Prozessen“
  • In diesem Artikel veröffentlichen wir jeden Tag die aktuellen Zahlen des RKI zu Neuinfektionen, Inzidenz und Hospitalisierung

Aktuelle RKI-Fallzahlen am 17.09.2021: Hospitalisierung, Inzidenz, Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt: Hier die Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland vom Freitag, 17.09.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 74,7 (Vortag: 76,3; Vorwoche: 83,8)
  • Hospitalisierungsrate: 1,87 (Donnerstag) (1,88 Mittwoch)
  • Neuinfektionen heute: 11.022
  • Infektionen gesamt: 4.125.878
  • Neue Todesfälle: 20
  • Todesfälle gesamt: 92.857
  • Impfquote (Erstimpfung): 66,9 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 62,7 Prozent

Aktuelle Zahlen der Bundesländer – So hoch liegen die Inzidenzen in Deutschland

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 108,9 – Bremen
  • 94,3 – Baden-Württemberg
  • 86,8 – Hessen
  • 86,7 – Bayern
  • 83,4 – Berlin
  • 81,8 – Nordrhein-Westfalen
  • 79,5 – Rheinland-Pfalz
  • 67,6 – Saarland
  • 64,1 – Hamburg
  • 61,8 – Niedersachsen
  • 52,2 – Thüringen
  • 43,7 – Brandenburg
  • 40,4 – Schleswig-Holstein
  • 37,9 – Sachsen
  • 35,9 – Sachsen-Anhalt
  • 33,6 – Mecklenburg-Vorpommern

Neuinfektionen und Corona-Inzidenz gestern und vor einer Woche

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Corona-Zahlen in Deutschland stagnieren: Die Ruhe vor dem Sturm?

Seit etwa zwei Wochen sind die Corona-Infektionszahlen in Deutschland relativ stabil - zuletzt sind sie sogar etwas gesunken. Auch bei der Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten - die für politische Entscheidungen besonders im Vordergrund stehen soll - tut sich wenig. Ist das nun schon wieder das Ende der vierten Welle, oder sollten wir uns auf einen anstrengenden Herbst einstellen?
Aus Sicht des Saarbrücker Experten für Corona-Prognosen Thorsten Lehr beruht die Entwicklung auf mehreren Effekten: Zum einen ebbe die Zahl der Reiserückkehrer langsam ab – und damit auch die eingeschleppter Infektionen, sagt er der Deutschen Presse-Agentur.
Zum anderen seien in vielen Bundesländern nach den Sommerferien zunächst die Infektionszahlen bei Schülern explosionsartig angestiegen. „Dieser Anstieg ist durch die Durchführungen von Tests in der Schule und dem Entdecken von in die Schule getragenen Infektionen zu erklären und nicht durch unkontrollierte Infektionen in der Schule“, betont der Experte. Durch das kontinuierliche Testen und Quarantänemaßnahmen bei Kontaktpersonen komme es vielerorts ein bis zwei Wochen nach dem Schulstart nun zu einer Stagnation oder sogar Abnahme der Zahlen in dieser Altersgruppe. „Es kehrt eine gewisse Normalität ein.“
Den Zusammenhang mit den Reiserückkehrern begründet Mobilitätsforscher Kai Nagel zunächst damit, dass eine Ansteckung in einem Zielland mit höheren Inzidenzen natürlich wahrscheinlicher sei als zuhause. Außerdem würden Reiserückkehrer aber auch systematischer getestet, sodass vermutlich auch mehr Fälle entdeckt würden.
Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, sieht außerdem stagnierende Zahlen von Neuinfektionen in den Nachbarländern als Grund - wegen Reisender und auch Grenzpendler sei es normal, dass sich die Inzidenzen in Nachbarländern oft anglichen.
Ist die vierte Pandemie-Welle in Deutschland also schon gebrochen? Nein, mahnt der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. „Von einem Ausbremsen der vierten Welle zu sprechen, ist sicher zu früh.“

Corona-Ansteckungen März 2020: Erster Ischgl-Prozess beginnt in Wien

Im Frühjahr breitete sich die Corona-Pandemie in Europa aus - Hotspot der Ausbreitung war der Tiroler Skiort Ischgl. Für die Touristen hatte dies teils tödliche Konsequenzen. Am Landgericht Wien beginnt heute erstmals ein Prozess um die dortigen Corona-Ansteckungen.
Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100 000 Euro Schadenersatz von der Republik Österreich. Zu verhandeln ist, ob ein umsichtigeres, geordneteres und schnelleres Handeln der Behörden die unkontrollierte Ausbreitung des Virus’ und damit Tausende Covid-19-Ansteckungen verhindern hätte können? Die beklagte Republik Österreich sieht sich nicht in der Schuld. Auf sie kommen aber noch weitere Klagen zu, die in den kommenden Wochen verhandelt werden. Ein Urteil für den heutigen Prozess gilt als unwahrscheinlich.

Corona-Zahlen weltweit: Tote und Infizierte laut Johns-Hopkins-Universität

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 227 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher knapp 4,67 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 41.795.903 Infizierte und 669.996 Tote
  • Indien: 33.347.325 Infizierte und 443.928 Tote
  • Brasilien: 21.069.017 Infizierte und 589.246 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.127.158 Infizierte und 92.906 Tote.