Corona-Zahlen Deutschland aktuell: Inzidenz, Neuinfektionen und Impfquote am 06.08.2021

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist lange Zeit ein wesentlicher Maßstab zur Beurteilung der Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt gewesen. Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an. Die Entwicklung der Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Experten und die Regierung, ob Corona-Regeln verschärft oder gelockert werden, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Das Land Baden-Württemberg etwa plant darüber hinaus, der Zahl der Geimpften und Ungeimpften im Vergleich zur Inzidenz ein höheres Gewicht zu geben.
Alle Corona-Zahlen für heute – Freitag, 06.08.2021 – im Überblick:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 20,4 (Vortag: 19,4; Vorwoche: 17,0)
  • Neuinfektionen heute: 3448
  • Infektionen gesamt: 3.784.433
  • Neue Todesfälle: 24
  • Todesfälle gesamt: 91.754
  • Impfquote (Erstimpfung): 62,1 Prozent
  • Impfquote gesamt: 53,59 Prozent

Aktuelle Inzidenz der einzelnen Bundesländer – die Coronazahlen für Deutschland

Die Inzidenzen steigen in ganz Deutschland stetig an. Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist der Inzidenzwert aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 37,2 – Hamburg
  • 35,0 – Berlin
  • 34,9 – Schleswig-Holstein
  • 30,2 – Nordrhein-Westfalen
  • 28,2 – Saarland
  • 26,3 – Bremen
  • 20,0 – Hessen
  • 19,9 – Rheinland-Pfalz
  • 17,2 – Niedersachsen
  • 15,6 – Baden-Württemberg
  • 13,8 – Bayern
  • 13,8 – Mecklenburg-Vorpommern
  • 11,0 – Brandenburg
  • 7,0 – Sachsen-Anhalt
  • 6,7 – Sachsen
  • 6,5 – Thüringen

Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Gestern hatte das RKI für Deutschland 3539 Neuinfektionen  binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Freitag, 30.07.2021, waren 2454 Neuinfektionen gemeldet worden.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9. Nun steigen die Zahlen und die Inzidenz seitdem wieder, aufgrund der neuen Delta-Variante. Sie sind aber aktuell – im Vergleich zu anderen Ländern Europas – weiterhin auf niedrigem Niveau.

Corona-Zahlen der Johns-Hopkins-Universität zu Infizierten und Toten

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6:00 Uhr) weltweit mehr als 200 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 4,26 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 35.437.227 Infizierte und 615.316 Tote
  • Indien: 31.812.114 Infizierte und 426.290 Tote
  • Brasilien: 20.066.587 Infizierte und 560.706 Tote
  • Deutschland ist weltweit auf Rang 13 nach dem Iran – mit laut JHU aktuell 3.789.460 Infizierten und
91.761 Toten.

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen wieder: Kommen neuen Regeln?

Weiterhin Masken, mehr Impfungen, mögliche neue Einschränkungen: Vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten in der kommenden Woche hat das Ringen um den Corona-Kurs für Herbst und Winter begonnen. Denn inmitten der relativ entspannten Sommerwochen für die meisten Bürger breiten sich neue Infektionen schon wieder besorgniserregend schnell aus. Das Gesundheitsministerium von Ressortchef Jens Spahn (CDU) legte jetzt vor - und listete in einem Bericht, der an den Bundestag und die Länder ging, Vorschläge auf, um die vierte Welle flach zu halten. Vor allem mögliche Beschränkungen für Ungeimpfte sorgen für Diskussionen.
Die steigenden Infektionszahlen seien „eine Warnung“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. „Unser aller Ziel muss es ja sein, einen weiteren harten Lockdown zu verhindern.“ Etwa mit Abstand und Masken hätten es alle in der Hand, den Pandemieverlauf zu beeinflussen. Zu möglichen neuen Maßnahmen äußerte sie sich nicht. Der Ministeriumsbericht sei „eine Diskussionsgrundlage“ für Festlegungen der Bund-Länder-Runde am Dienstag. Und die sind rund sechs Wochen vor der Bundestagswahl eine heikle Angelegenheit: Welche Schritte sind wann für wen sinnvoll und treffen in der heißen Wahlkampfphase auch auf breitere Akzeptanz?
Das Gesundheitsministerium schreibt in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt: „Die Werkzeuge sind da. Wir müssen sie nur nutzen.“ Dabei könnten Schutzmaßnahmen wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne nun „moderater“ ausfallen als zuletzt im Herbst und Winter. „Ein so einschneidender Lockdown wie in der zweiten und dritten Welle wird aller Voraussicht nach nicht notwendig sein“, heißt es im Bericht.