• Trotzdem haben Bund und Länder den Lockdown verlängert: bis zum 07.03.2021.
  • Lockerungen sind demnach erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 zu erwarten.
  • Doch wie sind die aktuellen Corona-Zahlen laut RKI in Deutschland heute, am Freitag, 12.02.21?

Die neuen RKI-Fallzahlen am Freitag, 12.01.: Alle Infos zu Inzidenz, Neuinfektionen und Toten

  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 10.086 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.320.093 positiv getestete Fälle registriert.
  • Tote: Deutschlandweit sind bisher 64.191 Menschen.mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 556 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 548 neue Todesfälle zu verzeichnen. Insgesamt kommt Zeit Online auf 64.544 Tote.
  • Höchststand Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 2.101.000 Menschen an.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am heutigen Freitag liegt dieser Wert bei 0,85. Am Freitag der Vorwoche hatte der R-Wert bei 0,82 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 62,2. Gestern war ein Wert von 64,2 gemeldet worden. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden.

Johns-Hopkins-Universität: Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Freitag (Stand 6:00 Uhr) weltweit rund 107,78 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2,37 Millionen Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 27.390.465 Infizierte und 475.291 Tote.
  • Indien: 10.880.603 Infizierte und 155.447 Tote.
  • Brasilien: 9.713.909 Infizierte und 236.201 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.321.225 Infizierten und 64.225 Toten.

RKI-Dashboard: Neue Corona-Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Video Merkel verteidigt Entscheidung gegen festen Öffnungsplan

Corona-Zahlen in Deutschland: Meiste Neuinfektionen auf Stadt- und Kreisebene in Berlin

Die meisten Neuinfektionen auf Stadt- und Landkreisebene gab es Zeit Online zufolge mit 396 Fällen in Berlin. Dahinter folgten demnach die Region Hannover (283 Fälle) sowie Hamburg (194 Fälle). Zwölf der 401 Kreise in Deutschland meldeten dem Bericht zufolge keine neue Infizierten.
Weiter hieß es in dem Bericht, dass die meisten Todesfälle in Leipzig Stadt (25) registriert worden seien, gefolgt von Nürnberg Stadt mit 23 und Berlin mit 17.

Fallzahlen in Deutschland: Fast die Hälfte der Pflegeheimbewohner geimpft

Fast die Hälfte der bundesweit rund 800.000 Pflegeheimbewohner hat bis Donnerstag die zweite Impfung gegen das neue Coronavirus erhalten. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Bundesgesundheitsministeriums waren rund sechs Wochen nach dem Impfstart mehr als 380.000 Senioren in Heimen immunisiert. Damit ging mehr als ein Viertel aller Impfdosen bisher an Pflegeheimbewohner (28,8 Prozent). Fast die Hälfte der verfügbaren Impfstoffe (47 Prozent) bekamen Berufsgruppen wie zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte.
Die Gefahr für Pflegeheime ist damit noch nicht gebannt. Es gebe weiterhin neue Fälle bei bereits bekannten Ausbrüchen und auch neue Ausbrüche in Altenheimen, heißt es beim RKI. Doch die Zahl der aktiven und neuen Ausbrüche gehe zurück. Es seien auch weniger ältere Menschen betroffen als vorher. „Der Rückgang ist auf den allgemeinen Rückgang der Fallzahlen und sehr wahrscheinlich auch auf die Impfungen zurückzuführen“, hieß es weiter. „Was welchen Anteil hat, kann nicht quantifiziert werden.“

Corona in Deutschland: Zahl der Sterbefälle im Januar über Durchschnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im Januar 2021 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre in diesem Monat gelegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, starben im Januar bundesweit 103.804 Menschen - und damit 18 Prozent oder 15.925 Menschen mehr als in den Jahren 2017 bis 2020 durchschnittlich im Januar gestorben waren.
Die überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen waren im Januar demnach "größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen". So starben 29 Prozent oder 14.464 ab 80-Jährige mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre in diesem Monat. Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen unterschieden sich mit plus 4 Prozent beziehungsweise 1.461 mehr Sterbefällen hingegen weniger deutlich vom Vierjahresdurchschnitt im Januar.


Ein Sarg mit einem Verstorbenen mit der Aufschrift «Covid 19». In Deutschland sind im Januar deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren.
Ein Sarg mit einem Verstorbenen mit der Aufschrift «Covid 19». In Deutschland sind im Januar deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren.
© Foto: Rolf Vennenbernd/DPA

Corona-Gipfel: Was haben Bund und Länder beschlossen?

Beim Corona-Gipfel am Mittwoch, 10.02.2021, haben Bund und Länder zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel über den Lockdown sowie Lockerungen diskutiert. Unter anderem wurde folgendes beschlossen:
  • Friseure: Beim Gipfel hat man sich beim Thema Friseure geeinigt. Berichten zufolge hat sich Angela Merkel durchgesetzt – die Friseure öffnen am 1. März.
  • Schulen und Kitas: Es wurde festgehalten, dass die Länder eigenständig über mögliche Öffnungen der Einrichtungen entscheiden. Kanzlerin Angela Merkel hatte offenbar andere Vorstellungen. Aber im Föderalismus gebe es tief verankerte Länderzuständigkeiten und das seien Schule und Kita. „Und da ist es ganz einfach nicht möglich, dass ich als Bundeskanzlerin mich so durchsetzen kann, als hätte ich da ein Vetorecht.“
  • Sport-Vereine: Eine schlechte Nachricht für alle Sportler: Der Corona-Stillstand für den Amateur- und Breitensport wird bis mindestens 7. März verlängert.
  • Handel und Restaurants: Erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 wird es weitergehende Lockerungen des Lockdowns im Bereich Handel und Gastronomie geben.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Erklärungen der wichtigsten Corona-Kennzahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.