• Zuletzt stagnierte dieser Rückgang der Fallzahlen allerdings
  • Sorge bereitet Politikern und Wissenschaftlern in diesem Zusammenhang vor allem die weitere Ausbreitung von Corona-Mutationen aus England und Südafrika
  • Wie entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in Deutschland laut RKI heute, am Sonntag, 21.02.2021, bevor am Montag in einigen weiteren Bundesländern die Schulen wieder öffnen?
  • Israel zeigt, dass Massenimpfungen, wenn sie einmal laufen, wirken. Der Impfstoff von Biontech verhindert, dass Geimpfte andere anstecken.

Aktuelle RKI-Zahlen für Deutschland heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote am 21.02.21

  • Neuinfektionen: Die aktuellen Corona-Zahlen lagen am Sonntagmorgen laut RKI bei 7676 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Gestern, Samstag, 20.02., wurden 9164 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Sonntag der vergangenen Woche, dem 14.02.21, waren es insgesamt 6114 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
  • „Zeit Online“ berichtete, dass es 6898 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Laut Zeit Online gibt es aktuell in Deutschland 129.896 aktive Corona-Fälle.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.386.559 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Das RKI meldete 145 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Damit hat es in Deutschland seit Beginn der Pandemie 67.841 Corona-Tote gegeben. Vor einer Woche hatte das RKI am Sonntag, 14.02., 218 Tote binnen eines Tages gemeldet. „Zeit Online“ zufolge gab es 256 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er liegt jetzt bei 1,07, am Vortag hatte er bei 1,01 gelegen. Am Sonntag der Vorwoche lag der Wert bei 0,90. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut RKI am Sonntag bei 60,2. Er stieg damit zum zweiten Mal in Folge über den jeweiligen Wert vom Vortag. Am Samstag er bei 57,8, am Freitag hatte er bei 56,8 gelegen. Die „Zeit“ berichtet, dass der Wert bei 61,3 liegt. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Die Zahl der Menschen mit einer ersten Impfung gegen Corona liegt laut RKI (Stand Samstag) bei 3.179.290.
  • Die Impfquote bei Erstimpfungen beträgt 3,8 Prozent.
  • Nach Angaben von Zeit Online liegen aktuell 3079 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.


Impfstoff-Studie aus Israel: Mit Biontech Geimpfte sind nicht ansteckend

Die Impfquote in Deutschland ist immer noch niedrig, sie betrug zuletzt Stand Sonntag, 21.02.2021, 3,8 Prozent. Wie es besser geht, zeigt Israel: Dort sind so viele Menschen durchgeimpft, dass 3,2 Millionen Menschen mit einem Impfpass (Grüner Pass) weitgehende Lockerungen genießen dürfen. und: Die Geschäfte öffnen für alle, also auch für nicht Geimpfte ohne den „grünen Pass“.
Und Studien aus Israel zeigen auch: Der Impfstoff von Biontech wirkt nicht nur gegen Infektionen mit dem Cornavirus, er verhindert offenbar auch, dass Geimpfte andere Menschen anstecken können. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Massen-Impfung auch in Deutschland langfristig die Corona-Krise beenden könnten. Doch bis dahin helfen offenbar nur Corona-Regeln.
Auf seinem Dashboard veröffentlicht das RKI seit Monaten jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
Auf seinem Dashboard veröffentlicht das RKI seit Monaten jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland.
© Foto: Screenshot; Quelle: RKI

Deutschland, USA und Co.: Die Johns-Hopkins-Universität meldet die aktuellen Corona-Zahlen

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Sonntag (Stand 7.15 Uhr) weltweit rund 111.073.000 Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.460.483 Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 28.076.756 Infizierte und 497.597 Tote.
  • Indien: 10.991.651 Infizierte und 156.302 Tote.
  • Brasilien: 10.139.148 Infizierte und 245.977 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.388.421 Infizierten und 67.883 Toten.

RKI-Fallzahlen heute: Dashboard liefert die neuesten Zahlen zu den Corona-Infektionen

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Zahlen in Deutschland: Wie wirkt sich die Öffnung der Schulen am Montag auf die Fallzahlen aus?

Die meisten der insgesamt rund 2,8 Millionen Grundschüler in Deutschland können ab Montag wieder in die Schule gehen. Für mehr als 2,3 Millionen Grundschüler in elf Bundesländern beginnt in der kommenden Woche nach den coronabedingten Schulschließungen der Präsenzunterricht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.
Neben Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen wird zwei Tage nach den anderen Ländern auch Mecklenburg-Vorpommern die Grundschulen wieder öffnen. Im März wollen dann Hamburg und Sachsen-Anhalt den eingeschränkten Schulbetrieb wieder aufnehmen, die Grundschulen in Bremen sollen in voller Klassenstärke zurückkehren.
Sachsen hatte bereits Anfang der Woche seine Grundschulen geöffnet, eine Schulpflicht besteht für die rund 145.000 Schüler im Freistaat jedoch nicht. Die Eltern können selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Seit Januar durften zudem in Niedersachsen unter anderen die 279.000 Grundschüler wieder in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.