• Sorge bereitet Politikern und Wissenschaftlern vor allem, dass die Fallzahlen wieder in die Höhe gehen könnten wegen der weiteren Ausbreitung von Corona-Mutationen, wie es aktuell in einigen Hotspots bereits der Fall ist
  • Wie entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in Deutschland laut RKI heute, am Samstag, 20.02.2021?

Aktuelle RKI-Zahlen für Deutschland heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote am 20.02.21

  • Neuinfektionen: Die aktuellen Corona-Zahlen lagen am Samstagmorgen laut RKI bei 9164 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Gestern, Freitag, 19.02., wurden 9113 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Samstag der vergangenen Woche, dem 13.02.21, waren es insgesamt 9065 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Es sind damit mehr neue Fälle als gestern und am Samstag der Vorwoche.
  • „Zeit Online“ berichtete bereits am Freitagabend, dass es 8778 Neuinfektionen gibt - das wären 308 mehr als in der Vorwoche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.378.883 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Das RKI meldete 490 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Damit hat es in Deutschland seit Beginn der Pandemie 67.696 Corona-Tote gegeben. Vor einer Woche hatte das RKI am Samstag, 13.02., 551 Tote binnen eines Tages gemeldet. „Zeit Online“ zufolge gab es 556 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zeit Online auf 68.198 Tote.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen und liegt am Samstag bei 1,01, am Freitag hatte er bei 0,94 gelegen. Am Samstag der Vorwoche lag der Wert bei 0,87. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut RKI am Samstag bei 57,8, am Freitag hatte er bei 56,8 gelegen. Die „Zeit“ berichtet, dass der Wert bei 60,7 liegt. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

RKI-Zahlen für Deutschland heute: R-Wert wieder über 1

Die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Deutschland erstmals seit längerem wieder über der Schwelle von 1. Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert in seinem täglichen Lagebericht am Freitagabend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.
Liegt der R-Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Liegt er über 1, gewinnt das Infektionsgeschehen an Dynamik. Laut den RKI-Lageberichten lag der R-Wert zuletzt über mehrere Wochen teils deutlich unter 1. Noch am Mittwoch gab ihn das RKI mit 0,85 an.
Experten hatten befürchtet, dass das Infektionsgeschehen aufgrund der weiten Verbreitung von ansteckenderen Corona-Varianten wieder an Fahrt aufnehmen könnte. „Es besteht durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten ein erhöhtes Risiko einer erneuten Zunahme der Fallzahlen“, schrieb das RKI am Freitag im Lagebericht.
In seinem Lagebericht vom Freitag berichtete das RKI - hier Chef Lothar Wieler -, dass der R-Wert in Deutschland wieder über 1 liegt. Der Rückgang der Zahl der Neuinfektionen stagniert in Deutschland zuletzt merklich.
In seinem Lagebericht vom Freitag berichtete das RKI - hier Chef Lothar Wieler -, dass der R-Wert in Deutschland wieder über 1 liegt. Der Rückgang der Zahl der Neuinfektionen stagniert in Deutschland zuletzt merklich.
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Corona-Zahlen in Deutschland heute: Stagniert der Rückgang der RKI-Fallzahlen?

Nach einem mit den Lockdown-Regeln erreichten spürbaren Rückgang der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen stagniert die Entwicklung der Corona-Zahlen in Deutschland nun. Ein Beispiel: Am Donnerstag hatte es im Vergleich zum Donnerstag der Vorwoche nur 30 Fälle weniger gegeben. In Sachsen beispielsweise heißt es: Die Rate der Corona-Neuinfektionen stagniert derzeit. Und in Thüringen, dem deutschlandweit am stärksten von der Pandemie betroffenem Bundesland, steigt die Zahl der Neuinfektionen sogar stark an. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Staatskanzlei bei 119,5 (Vortag: 111,6).
Droht der seit Wochen beobachtete Rückgang der Infektionszahlen also zum Erliegen zu kommen? Eine Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein. Experten geben zu bedenken, dass wegen der Witterungsverhältnisse manche Menschen zuletzt später als sonst üblich einen Arzt oder eine Teststelle aufgesucht haben könnten und neue Infektionen darum verzögert erfasst wurden. Noch nicht absehbar ist die Entwicklung im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Mutation B.1.1.7.

Deutschland, USA und Co.: Die Johns-Hopkins-Universität meldet die aktuellen Corona-Zahlen

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Samstag (Stand 7.00 Uhr) weltweit rund 110,7 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher knapp 2,5 Millionen Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 28.004.315 Infizierte und 495.693 Tote.
  • Indien: 10.977.387 Infizierte und 156.212 Tote.
  • Brasilien: 10.084.208 Infizierte und 244.737 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.381.259 Infizierten und 67.741 Toten.

RKI-Dashboard liefert die neuesten Zahlen zu den Corona-Infektionen

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Zahlen in Deutschland: Offenbar 17 Stadtkreise und Landkreise ohne Neuinfektionen

In 17 Stadt- und Landkreisen wurden einem Bericht von „Zeit Online“ zufolge keine neuen Infektionen verzeichnet – am Vortag war dies in elf Kreisen der Fall gewesen, am Mittwoch in 22. Die meisten Neuinfektionen pro Tag wurden mit 475 in Berlin gezählt, gefolgt von Hannover mit 157 und Hamburg mit 154.
Mit Blick auf die das Infektionsgeschehen in den Bundesländern liegt den Zeit-Recherchen nach erneut das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen vorne: Dort gab es laut „Zeit“ 1760 bestätigte Neuinfektionen, in Bayern 1256 und in Baden-Württemberg 913.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.