• Mit Blick kauf die Zahl der Neuinfektionen liegen NRW, Bayern und BW im Bundesvergleich vorne.
  • Wie entwickeln sich die Corona-Fallzahlen in Deutschland laut RKI heute, am Freitag, 19.02.2021?

Corona-Zahlen in Deutschland heute: Hält der Rückgang der RKI-Fallzahlen an?

Droht der seit Wochen beobachtete Rückgang der Infektionszahlen zum Erliegen zu kommen? Eine Einschätzung wird erst in einigen Tagen möglich sein. Experten geben zu bedenken, dass wegen der Witterungsverhältnisse manche Menschen zuletzt später als sonst üblich einen Arzt oder eine Teststelle aufgesucht haben könnten und neue Infektionen darum verzögert erfasst wurden. Noch nicht absehbar ist die Entwicklung im Zuge der Ausbreitung der ansteckenderen Variante B.1.1.7. Dennoch ist der Rückgang der Infektionszahlen der vergangenen Wochen zuletzt deutlich abgebremst.

Aktuelle RKI-Zahlen für Deutschland heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote am 19.02.21

  • Neuinfektionen: Die aktuellen Corona-Zahlen lagen am Freitagmorgen laut RKI bei 9113 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Gestern, Donnerstag, 18.02., wurden 10.207 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Freitag der vergangenen Woche, dem 12.02.21, waren es insgesamt 9860 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
  • „Zeit Online“ berichtete bereits am Donnerstagabend, dass es 10.135 Neuinfektionen gibt - das wären sechs mehr als in der Vorwoche. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.369.719 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Das RKI meldete 508 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Damit hat es in Deutschland seit Beginn der Pandemie 67.206 Corona-Tote gegeben. Vor einer Woche hatte das RKI am Freitag, 12.02., 556 Tote binnen eines Tages gemeldet. „Zeit Online“ zufolge gab es 469 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zeit Online auf 67.642 Tote.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen und lag am Freitag bei 0,94, am Donnerstag hatte er bei 0,79 gelegen. Am Donnerstag der Vorwoche lag der Wert bei 0,85. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut RKI am Freitag bei 56,7, am Donnerstag hatte er bei 57,1 gelegen. Die „Zeit“ berichtet, dass der Wert bei 61,1 liegt. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.


Deutschland, USA und Co.: Die Johns-Hopkins-Universität meldet die aktuellen Corona-Zahlen

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Freitag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 110,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher.
Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2,4 Millionen Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 27.895.778 Infizierte und 493.082 Tote.
  • Indien: 10.963.394 Infizierte und 156.111 Tote.
  • Brasilien: 10.030.626 Infizierte und 243.457 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.372.209 Infizierten und 67.245 Toten.

RKI-Dashboard liefert die neuesten Zahlen zu den Corona-Infektionen

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Corona-Zahlen in Deutschland: NRW, Bayern und BW mit den meisten Neuinfektionen

Zeit Online berichtet, dass unter den Bundesländern erfassten die Ämter in Nordrhein-Westfalen mit 2417 Ansteckungen die meisten Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Es folgen dem Bericht zufolge Bayern mit 1582 und Baden-Württemberg mit 998 positiven Tests. Im Städte- und Landkreisvergleich zählte die Bundeshauptstadt Berlin laut „Zeit“ die meisten Neuinfektionen an einem Tag - es sollen 475 gewesen sein. Es folgen der Märkische Kreis in Nordrhein-Westfalen mit 369 neuen Corona-Fällen und Hamburg mit 195 Positivtests.

Corona-Zahlen: Bei den Todesfällen liegen NRW, Bayern und Sachsen vorne

Die meisten neu registrierten Todesfälle in den Bundesländern gab es den Angaben von „Zeit Online“ zufolge mit 82 in Nordrhein-Westfalen. Dahinter folgten Bayern mit 69 Verstorbenen und Sachsen mit 54 Corona-Toten. Unter den Städten und Landkreisen meldete Berlin dem Bericht nach mit 32 Menschen die meisten Verstorbenen. Dahinter folgen Nürnberg mit 20 und Leipzig mit 18 Verstorbenen.
In 11 Land- und Stadtkreisen gab es dem Bericht zufolge keine neuen Infektionen – das sind nur halb so viele wie am Vortag, wo es 22 Kreise ohne Neuinfektionen gegeben hatte.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.