• Der Inzidenzwert in Bayern steigt weiter
  • Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz im Land zählt im Vergleich zu den anderen Bundesländern zu den höchsten in ganz Deutschland, nur Thüringen liegt noch vor dem Freistaat
  • Maßgeblich für die Corona-Regeln sind laut Verordnung jedoch Hospitalisierungsrate und Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten
Die Corona-Zahlen in Deutschland stiegen zuletzt wieder merklich. Die Inzidenz liegt am Sonntag, 24.10.21 den zweiten Tag in Folge wieder über 100. Bayern liegt mit der Inzidenz sogar noch weiter über dem Bundesdurchschnitt. Robert-Koch-Institut und Landesgesundheitsamt geben für Bayern die aktuellen Corona-Zahlen heraus. So sind die Corona-Zahlen am Sonntag, 24.10.2021:

Corona-Zahlen in Bayern heute: Inzidenz über 160, Neuinfektionen und Todesfälle

Hier die aktuellen Zahlen laut Dashboard des RKI am Sonntag, 24. Oktober 2021, für Bayern:
  • 7-Tage-Inzidenz: 172, 7 (Vortag: 163,7)
  • Zahl der Infizierten seit Pandemie-Beginn: 782.611
  • Genesene: etwa 727.700
  • Zahl der Neuinfektionen: 3.450
  • Tote seit Pandemie-Beginn: 15.954
  • Neue Todesfälle: 11
  • Hospitalisierungsrate: 3,2 Prozent

Lagebericht des Gesundheitsamtes Bayern: Hospitalisierungsrate und Intensivbettenbelegung

Die Daten aus dem Lagebericht des Gesundheitsamts Bayern beziehen sich an Wochenenden auf den Freitag. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen lag demnach am Sonntag, 24.10.2021 bei 163,7. Das RKI gibt derweilen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 172,7 an.
Laut Daten des DIVI-Intensivregisters sind (Stand: 24.10.2021) 317 Covid-19-Fälle in Bayern in intensivmedizinischer Behandlung, davon werden 180 invasiv beatmet. Der Anteil an Corona-Fällen in intensivmedizinischer Behandlung an der Gesamtzahl der betreibbaren Intensivbetten beträgt 10,28 Prozent.
  • Covid-Patienten auf Intensivstation: 317
  • davon invasiv beatmet: 180
  • Betten frei: 366
  • Betten belegt: 2717
  • Betten betreibbar: 3083

Inzidenz in den Landkreisen Bayerns: Bundesweit viele bayerische Kreise vorne

Die Corona-Inzidenzen in zahlreichen bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten steigen weiter. Am Donnerstag, 21.10., lag der Wert erstmals seit Mitte April wieder in einem bayerischen Landkreis über 400, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen hervorgeht.
Den höchsten Inzidenzwert in Deutschland hat, Stand 24.10.2021, der Landkreis Mühldorf am Inn: Dort liegt der Wert bei 537,4. Auf Platz 2 liegt der Landkreis Traunstein mit einem Wert laut RKI von 472,7. Das Berchtesgadener Land verzeichnet einen Sieben-Tage-Inzidenzwert von 468,4. Damit sind die ersten drei Plätze der höchsten Inzidenz in Deutschland mit Landkreisen aus Bayern besetzt. Und die Liste geht auch mit bayerischen Gemeinden weiter:
  • LK Straubing-Bogen: 407,9
  • LK Miesbach: 390,3
Erst auf Platz 6 liegt ein LK in Thüringen. Danach folgen aber wieder Inzidenzen der Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns:
  • SK Regensburg: 356,6
  • SK Rosenheim: 335,0

Inzidenz in BW: Die Corona-Zahlen im Nachbar-Bundesland von Bayern

Höher als in Bayern sind die Inzidenzwerte aktuell nur in zwei anderen Bundesländern. Thüringen überschreitet die Marke von 200, Sachsen jene von 150. Doch auch im Nachbar-Bundesland von Bayern, in Baden-Württemberg, liegt die Inzidenz am Sonntag, 24.10.2021, bei über 120 (genau: 136,0). Neuinfektionen, Hospitalisierungsrate und Co. in Baden-Württemberg auf einen Blick im folgenden Artikel:

3G, 3G-plus und 2G: Das bedeuten die verschiedenen Corona-Regeln

Ein wichtiges Element der Corona-Regelungen in Bayern ist die 3G-Regel. Diese besagt, dass viele Innenräume nur noch von vollständig Geimpften, negativ Getesteten oder Genesenen betreten werden dürfen. Als genesen gilt, wer vor mindestens 28 Tagen und höchstens einem halben Jahr positiv auf das Coronavirus getestet wurde und das nachweisen kann. Als geimpft gilt, bei wem seit der abschließenden Impfung mehr als 14 Tage vergangen sind. Die Impfung muss durch ein digitales Impfzertifikat oder einen Impfpass aus Papier nachgewiesen werden.
Wenn 3G vorgeschrieben ist, können die Veranstalter oder Inhaber die 3G-Regel freiwillig erweitern. Wird die 3G-Regel zur 3G-plus-Regel, gilt nur noch ein negativer PCR-Test, kein Schnelltest. Wird 2G angewandt, wird nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewährt. Sowohl 3G-plus, als auch 2G bedeuten für die jeweilige Einrichtung Erleichterungen hinsichtlich der Corona-Maßnahmen: Die Maskenpflicht und Personenobergrenze fallen, es muss kein Mindestabstand mehr eingehalten werden und es darf auch bei Großveranstaltungen Alkohol verkauft werden. Gilt 3G, 3G plus oder 2G, müssen sich auch Mitarbeiter mit Kundenkontakt an die jeweilige Regel halten.