Die Corona-Zahlen in Spanien gehen, wie in ganz Europa, in der Tendenz nach unten. Zwei Regionen - Kantabrien und Kastillien-La Mancha - werden daher vom Auswärtigen Amt, dem Bundesinnenministerium und dem Bundesgesundheitsministerium nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Urlaub in diesen Regionen ist für Touristen einem Artikel des RKI zufolge daher leichter möglich.

Corona in Spanien: Diese Regeln gelten aktuell

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 58. In einigen Urlaubsregionen wie den Balearen (circa 17), Valencia (etwa 14) oder den Kanarischen Inseln (etwa 38) ist die Situation noch entspannter. Der sechsmonatige Corona-Notstand ging vor mehr als zwei Wochen zu Ende, und viele Einschränkungen werden deshalb nach und nach aufgehoben. Seit Montag dürfen Besucher aus Ländern mit besonders guter Pandemie-Lage ohne jede Auflage in Spanien einreisen. Und schon bald, vom 7. Juni an, dürfen alle vollständig Geimpften ebenfalls ohne Corona-Beschränkungen ins Land. Es herrschen aber weiterhin einige Einschränkungen und Regeln wie teils begrenzte Öffnungen der Innenbereiche in der Gastronomie, Maskenpflicht auch im Freien und nächtliche Ausgangsbeschränkungen.
Die Einreise aus allen EU- und Schengen-assoziierten Staaten nach Spanien ist grundsätzlich möglich. Die Testpflicht für Einreisen aus einem Risikogebiet aus dem Ausland, wie etwa aus Deutschland, besteht aber weiter. Privilegien für Geimpfte oder Genesene gibt es in Spanien bisher noch nicht.

Corona in Spanien: So läuft die Einstufung als Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
Wer mit dem Flugzeug aus einem beliebigen Land einreisen (aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten) oder sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss laut RKI bestimmte Regeln beachten. Die neue Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12. Mai 2021 beinhaltet:
  • Eine generelle Testnachweispflicht für Einreisende im Luftverkehr. Personen die mit dem Flugzeug einreisen, müssen grundsätzlich – unabhängig davon, ob sie sich in einem Risikogebiet (inkl. Hochinzidenzgebiet und Virusvarianten-Gebiet) aufgehalten haben - vor dem Abflug dem Beförderer ein negatives Testergebnis vorlegen.
  • Spezielle Test- und Nachweispflichten sowie Quarantänepflicht für Einreisende nach einem Aufenthalt in einem ausländischen Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet. Über einen Testnachweis unmittelbar bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland müssen Personen verfügen, wenn sie aus einem Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiet einreisen. Einreisende aus einem Risikogebiet (nicht Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet), müssen spätestens 48 Stunden nach Ankunft einen entsprechenden Testnachweis vorweisen können.
  • Bezüglich der Quarantänepflicht besteht die Möglichkeit zur „Freitestung“ bei Voraufenthalt in einem Risikogebiet (nicht Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet), durch Vorlage eines negativen Testnachweises bei der zuständigen Behörde. Bei Voraufenthalt in einem Hochinzidenzgebiet darf die zugrundeliegende Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise erfolgt sein. Nach Voraufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet besteht keine Möglichkeit zur Verkürzung der Absonderungsdauer (Quarantäne). Die Regelung zur Quarantänepflicht nach Einreise aus Risikogebieten gilt vorerst bis zum 30. Juni 2021.
  • Bei Einreise aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten gilt ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug aus diesen Ländern.
  • Impf- und Genesenennachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen und von der Einreisequarantäne befreien. Dies gilt jeweils nicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet.