Corona Schnelltest
: So funktioniert der Schnelltest für zuhause

Die ersten Corona-Selbsttests für zu Hause sind zugelassen. Was man über die Tests wissen sollte.
Von
Uwe Keuerleber mit Agenturen
Ulm
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Die drei zugelassenen Schnelltests funktionieren alle ähnlich.

Sebastian Gollnow / DPA

Antigen-Schnelltests gibt es schon länger. Bisher mussten sie aber von medizinischem Personal durchgeführt werden. Zum 1. Februar hat das Bundesgesundheitsministerium die Medizinprodukte-Abgabeverordnung geändert - und damit den Weg frei gemacht für Selbsttests zu Hause. Am Mittwoch (24.2) hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun auch Sonderzulassungen für die ersten drei Tests erteilt.

Die drei zugelassenen Schnelltests

In Deutschland wartet man bereits auf die ersten Schnelltests, die auch Laien durchführen können. Jetzt hat das BfArM gleich drei Sonderzulassungen für solche Heimtests erteilt:

  • Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card
  • Lyher Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)
  • Clinitest Rapid COVID-19 Self-Test

Die Tests funktionieren alle nach einem ähnlichen Prinzip

  • Teststäbchen werden aus der Plastikverpackung genommen
  • Stäbchen in jeder Nasenhöhle zwei bis drei Zentimeter tief fünfmal kreisen lassen
  • Teststäbchen in die Testkarte stecken
  • Verdünnungsmittel in die Vertiefung geben
  • Das Stäbchen in der Flüssigkeit zwei Mal hin- und herdrehen
  • Die Testkarte schließen und Wartezeit auf der Packungsbeilage beachten
  • Testergebnis wird mit zwei Strichen angegeben

Bitte immer die Hinweise auf der Packungsbeilage beachten.

Soeren Stache / DPA

Wo sind Selbsttests zu bekommen?

Die Tests für zu Hause sollen bald quasi überall zu kaufen sein - in Apotheken, Supermärkten, im Internet. Wie schnell Anbieter jetzt liefern können, muss sich zeigen - ebenso, wie sich die Nachfrage und die Preise entwickeln. Davon will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch abhängig machen, ob ein Zuschuss oder kostenlose Kontingente infrage kommen. Ob ein Test im Discounter 1,99 Euro oder 8,99 Euro koste, mache da einen Unterschied. Das Ministerium erwartet in den nächsten Wochen weitere Tests verschiedener Art auf dem Markt.

Wie zuverlässig ist der Test?

Der Test zeigt ziemlich zuverlässig an, wenn man nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion allerdings nicht aus. Die Aussagekraft ist zeitlich begrenzt - schon am nächsten Tag kann das Ergebnis anders sein. Negative Testergebnisse dürfen daher nicht als Sicherheit verstanden werden.

Zeigt der Selbsttest „positiv“ an, kann es schon etwas komplizierter werden. Auf einer Grafik des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind verschiedene Szenarien aufgeführt, die zeigen, wie wahrscheinlich der Test ein richtiges oder falsches Ergebnis liefert.

Was passiert, wenn das Ergebnis positiv ist?

Ein positives Ergebnis gilt laut RKI nur als „Verdacht“ auf eine Infektion - für eine Diagnose muss ein PCR-Test das noch bestätigen. Wenn Laien sich selbst testen, stelle das auch hohe Anforderungen an das daraus resultierende selbstverantwortliche Handeln, schreibt das RKI. „Es ist erforderlich, dass sich die positiv getestete Person in Absonderung begibt, das heißt Kontakte konsequent reduziert, und sich telefonisch mit dem Hausarzt oder einem geeigneten Testzentrum in Verbindung setzt“.